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Wohlklingende Sängerschar

Harmonie soll bestimmend sein für unser künstlerisches Schaffen“, erklärt Günter Exner, der seit über 40 Jahren ein und demselben Gesangsverein angehört, dem „Chor Harmonie der Stadt Bautzen“. Am 20....

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Von Carmen Schumann

Harmonie soll bestimmend sein für unser künstlerisches Schaffen“, erklärt Günter Exner, der seit über 40 Jahren ein und demselben Gesangsverein angehört, dem „Chor Harmonie der Stadt Bautzen“. Am 20. September feiert der Chor sein 50-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert im Saal des Landratsamtes. Alfred Freiberg, Musiklehrer an der Lutherschule, war der erste künstlerische Leiter des Chores, der sich am 17. September 1953 mit rund 30 Mitwirkenden gründete. Träger war die Lehrergewerkschaft, doch zu den Sängern zählten auch Vertreter anderer Berufe. Man knüpfte an die Traditionen des Lehrergesangsvereines an, der vor dem Krieg in Bautzen existiert hatte.

Zu den Mitgliedern, wenn nicht der ersten, so doch der „zweiten Stunde“ zählt das Ehepaar Heinzgünter und Renate Wobst, das dem Chor seit 1954 angehört und sich um die Chronik verdient gemacht hat. Blättert man in diesem dickleibigen Werk, so wird deutlich, dass man im Lehrerchor schon immer großen Wert auf die Geselligkeit legte. So gehörten Faschingsveranstaltungen von Beginn an mit dazu. In den Anfangsjahren wurden Traditionen aus der Taufe gehoben, die noch heute gepflegt werden, wie die Wandersingestunden und die jährlichen Konzerte im Pflegeheim Bautzen-Seidau.

Zahlreiche Auftritte des Chores wurden mit Partnern gestaltet, so mit Chören aus Görlitz und Freital, aber auch aus dem benachbarten Ausland. Ein angestammter Partner war auch immer das Sorbische National-Ensemble, denn einige der künstlerischen Leiter des Chores waren auch dessen Chordirektoren, wie beispielsweise Jan Bulang, Barbara Domin oder Wolfgang Frister.

„Natürlich nehmen wir in unser Programm zum Jubiläumskonzert vor allem Stücke auf, die in der langen Geschichte des Chores eine bestimmte Rolle spielten“, erklärt Günter Exner. Das Repertoire der Sänger im Alter zwischen 19 und 78 Jahren ist sehr breit gefächert, was sich ganz sicher im Jubiläumskonzert widerspiegeln wird. Neben Volksliedern beherrschen die Mitglieder die gesamte einschlägige Chorliteratur vom 12. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Auch fremdsprachige Stücke in Sorbisch, Tschechisch, Englisch, Französisch und Schwedisch sowie Gospel und Spirituals stehen auf dem Probenplan. Geprobt wird übrigens an jedem Mittwoch ab 19 Uhr im Flachbau am Melanchthon-Gymnasium. Neue Mitglieder sind jederzeit willkommen. Leute heute