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Wohnen ohne Barrieren in der Petersstraße

Die Wohnungsgesellschaft vermietet jetzt einmalige Wohnungen im WK I.

Die mittlere Öffnung des französischen Fensters wurde zur schwellenfreien Balkontür umgebaut.
Die mittlere Öffnung des französischen Fensters wurde zur schwellenfreien Balkontür umgebaut. © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Die Neustadt von Hoyerswerda bleibt die Neustadt. Doch die ersten Gebäude im Wohnkomplex I sind jetzt nach rund 65 Jahren eigentlich schon Altbauten. Den Planern um Bauingenieur Thomas Gröbe, der Bauleitung und letztlich den Bauleuten ist es gelungen, daraus in der Petersstraße 2-8 ganz modernen Wohnraum zu machen. 

Bei einem Einsatz von 4,1 Millionen Euro für 48 Wohnungen liegt man nicht allzu weit weg vom Neubauschnitt. Das geht über eine normale Modernisierung weit hinaus. Doch hier wurden nicht nur erstmals Balkone ans wärmegedämmte Haus gebaut, Elektro- und Datenleitungen erneuert, Fenster und Türen ausgetauscht, sondern auch Grundrisse grundlegend geändert. Denn das Haus erhielt vor der Eingangsfassade zwei Türme mit Personenaufzügen, die im Keller und auf jeder Wohnetage halten. Vom Aufzug tritt man ins Gebäude und doch erstmal in einen Vorraum, der mit einer rauchdichten Glastür vom neu geschaffenen Verteilergang abgetrennt ist. So wird man den Aufzug nur wenig im Haus hören und klimatechnisch ist das wohl auch ganz gut. Der Verteilergang führt dann zu zwei Treppenhäusern. Eine Brandschutztür in der Mitte würde im Brandfall automatisch schließen und so die Bereiche voneinander trennen. Letztlich sind alle Wohnungen barrierefrei erreichbar. In den 40 Zwei-Raum- und acht Drei-Raum-Wohnungen gibt es barrierearme und barrierefreie Lösungen. Unterschiedliche Bodenhöhen mussten angeglichen werden, und dank pfiffiger Führung der Abflussleitungen ist es sogar gelungen, in den Badezimmern bodentiefe Duschen einzubauen. Die Duschkabine besteht aus faltbaren Glaselementen. Und einige Bäder haben nun sogar ein Fenster. Auf die Balkone gelangt man tatsächlich schwellenfrei. Die Fenster der Erdgeschosswohnungen sind alle mit Außenjalousien versehen. Auf den beiden Giebelseiten und der Westseite sagte die Wohnungsgesellschaft Ja zu Jalousien für die Fenster auf allen Etagen. Die großen französischen Fenster sind sogar elektrisch zu verdunkeln oder zu beschatten. Ende Oktober werden wohl die ersten Mieter einziehen. Für 28 Wohnungen (darunter alle Drei-Raum-Wohnungen) sind die Mietverträge schon unterzeichnet. Gerade mal zwanzig Wohnungen sind noch zu haben.

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Die Schaffung der Verteilergänge jeweils zwischen zwei Treppenhäusern war schon aufwendiger, aber Voraussetzung für die Erreichbarkeit per Aufzug.
Die Schaffung der Verteilergänge jeweils zwischen zwei Treppenhäusern war schon aufwendiger, aber Voraussetzung für die Erreichbarkeit per Aufzug. © Foto: Uwe Schulz

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