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Was kommt in dieses Loch?

Alle bauen in Heidenau. Jetzt baut auch die Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft. Zum ersten Mal seit gut 50 Jahren.

Mit einer Baugrube fängt alles an. Für das, was die GWG Heidenau hier baut, gibt es auch ein Modell.
Mit einer Baugrube fängt alles an. Für das, was die GWG Heidenau hier baut, gibt es auch ein Modell. © Karl-Ludwig Oberthuer

Die Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft (GWG) Heidenau hält sich immer zurück. Mit ihren 918 Wohnungen in Süd, Nord, Gommern sowie Dresden-Sporbitz ist sie schließlich auch ein eher kleiner Vermieter im Vergleich  mit der  Elbtal-Genossenschaft und der städtischen Gesellschaft. Die erste baut an der Bahnhofstraße, die zweite will den Markt bebauen, und nun hat auch die GWG eine Baugrube ausgehoben. 

Am Obergraben entsteht der erste Neubau der GWG seit  gut fünf Jahrzehnten. Für die 21 Wohnungen gibt es bereits fast genau so viel Interessenten. Die sind alte ebenso wie neue Genossenschafter, aus Heidenau, Dresden sowie ländlichen Gebieten. "Wir bauen barrierearm und damit vor allem für Leute, die es im Lebensabend bequem haben wollen", sagt Vorstand Carsten Niederlag. 

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Neubau fast doppelt so teuer

Die meisten der Wohnungen sind Drei-Raum-Wohnungen mit durchschnittlich 80 Quadratmetern. Es gibt eine Zwei- und vier Vier-Raum-Wohnungen. Von den großen Wohnungen haben die drei im Dachgeschoss Terrassen, zwei Wohnungen davon sind hochwertig ausgestattet. Es gibt einen Fahrstuhl, der bis in den Keller geht, und auch ebenerdig hält. Im auch von der hinteren Hausseite zugängigen Keller gibt es diverse Abstellmöglichkeiten. Pro Wohnung ist ein Carport vorgesehen.

Das Modell zeigt das über Eck stehende neue Wohnhaus der GWG am Heidenauer Obergraben.
Das Modell zeigt das über Eck stehende neue Wohnhaus der GWG am Heidenauer Obergraben. © Karl-Ludwig Oberthuer

Der durchschnittliche Mietpreis wird bei neun Euro pro Quadratmeter kalt liegen, sagt Niederlag. Man profitiere von der Niedrigzinszeit. Die neun Euro sind für Neubauten aktuell durchaus angemessen und im Durchschnitt. Die klassische Genossenschaftswohnung kostet reichlich fünf Euro pro Quadratmeter im Monat.

Die Genossenschaft

  • Gegründet Ende Dezember 1911.
  • Gebaut wurden bis 1937 insgesamt 86 Häuser in Heidenau-Nord und -Süd sowie Dresden-Sporbitz mit 410 Wohnungen. 
  • Derzeit hat die GWG 918 Wohnungen an vier Standorten.
  • Für die Mitgliedschaft ist der Erwerb eines unternehmensbezogenen Pflichtanteiles notwendig. Der Pflichtanteil beträgt 155 Euro, das Eintrittsgeld 30 Euro. 
  • Ihren  Sitz hat die GWG im Brunneneck auf der Heidenauer Von-Stephan-Straße 4.

Mit dem Aushaben der Baugrube wurde jetzt begonnen, und damit wächst die Neugier der Heidenauer, was hier entsteht. Bisher war das Vorhaben nur intern kommuniziert worden. Im Frühjahr 2022 will die GWG fertig sein. Der Standort am Obergraben hatte den Vorteil, dass er der GWG gehört. Es war der alte Bauhof. Zunächst waren Reihenhäuser erwogen worden. Doch mit dem etwas über Eck stehenden Gebäude setze man eine städtebauliche Idee um. Das neue Haus schließt ein Karree, großzügig könnte man es einen Hof nennen.

Das neue Haus löst bei der GWG aber keinen Bauboom aus. "Danach werden wir uns erst einmal wieder dem Aufwerten unseres Bestandes widmen", sagt Niederlag. Mittelfristig soll dann aber auch wieder gebaut werden. Und zwar für junge Familien. 

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