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Wohngebietsstraße wird grundhaft ausgebaut

Das wellige Betonpflaster kommt raus, die Regenwasserkanäle werden größer und neue Laternen helfen Strom sparen.

Von Annett Heyse

Wenn man sich als Laie die August-Bebel-Straße in Grumbach ansieht, kann man gar nicht glauben, dass die Straße marode ist. Das Betonpflaster wurde erst in den Neunzigerjahren verlegt – es dürfte schlechtere Fahrbahnen geben. Nun aber soll die Wohngebietsstraße auf fast 400 Meter grundhaft ausgebaut werden, denn man sieht auf den ersten Blick eben nicht, dass die Straße sanierungsbedürftig ist.

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Die Pflasterdecke ist wellig, der Baugrund der Straße mangelhaft, der Regenwasserkanal komplett verschlissen und auch zu gering dimensioniert. Seit Jahren steht die August-Bebel-Straße daher auf der Liste der noch offenen Straßenbauprojekte. Andere Maßnahmen hatten aus verschiedenen Gründen jedoch immer Vorrang. Jetzt ist es soweit: Der Stadtrat hat kürzlich den Bauauftrag vergeben, Mitte Juni sollen die Arbeiten beginnen, vier Monate Bauzeit sind veranschlagt. Bauen wird die Firma Faber aus Wilsdruff. Dass Unternehmen hatte von insgesamt vier Bietern das beste Angebot vorgelegt. Um die 336 000 Euro soll die Straßensanierung kosten. Die Wilsdruffer haben dafür Fördermittel aus dem Programm für die ländliche Entwicklung beantragt und auch bekommen: Die Höhe der Zuwendung liegt bei rund 262 000 Euro – es ist die letzte Charge aus dem aktuellen Fördermittelprogramm, welches nun ausläuft.

Geplant ist, die Pflasterdecke soll durch einen Asphaltbelag zu ersetzen. Die Ausbaubreite beträgt 4,50 bis 4,75 Meter. Rechts und links werden Granitbordsteine gesetzt und Bankette aus Schotter und Feinsplitt angelegt. Komplett erneuert wird der Regenwasserkanal, welcher letztendlich das gesamte Niederschlagswasser über die Friedensstraße der Wilden Sau zuführt. Die Rohre haben im Bereich der August-Bebel-Straße gerade einmal 25 Zentimeter Durchmesser, eingezogen werden sollen 30 Zentimeter dicke Leitungen. Auf den letzten 65 Metern kommen sogar 40 Zentimeter-Rohre zum Einsatz – so wird das Fassungsvermögen erhöht.

Erneuert werden zudem die Laternen. Die alten Leuchten werden zurückgebaut und durch stromsparende LED-Lampen ersetzt. Dunkler wird es dadurch nachts aber nicht: Die LEDs verbrauchen zwar weniger Strom, haben dafür aber dennoch eine ausreichende Lichtstärke.