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Dresden: Ärger um Wohnmobile

Sie parken oft wochenlang auf Auto-Stellplätzen. Das nervt die Autofahrer. Wo es jetzt Entlastung geben soll.

Von Julia Vollmer
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Ärger gibt es immer wieder unter anderem auf der Marienallee und auf der Tolkewitzer Straße
Ärger gibt es immer wieder unter anderem auf der Marienallee und auf der Tolkewitzer Straße © Marion Döring

Dresden: Wer schon mal in Dresden einen Parkplatz gesucht hat, weiß: Das ist nicht immer einfach. Gerade in der Alt- und Neustadt kurvt man oft Runde um Runde, bis man fündig wird. Immer öfter blockieren dann, oft wochenlang abgestellte, Wohnmobile gleich zwei Auto-Stellplätze auf einmal. Ärger gibt es immer wieder unter anderem auf der Marienallee und auf der Tolkewitzer Straße. „Auf dem Busparkplatz Pieschener Allee parkten widerrechtlich Wohnmobile oder Wohnwagen, teilweise über einen längeren Zeitraum mit campingartiger Nutzung“, so die Stadt.

Das Rathaus sagt aber auch: grundsätzlich darf ein Wohnmobil überall dort abgeparkt werden, wo es die Straßenverkehrsordnung nicht ausdrücklich verbietet. Für den sogenannten „ruhenden Verkehr“ ist das Ordnungsamt der Stadtverwaltung originär zuständig, so die Polizei. Die Polizei würde eingreifen, wenn Gefahr im Verzug besteht. Dies ist jedoch im Einzelfall zu bewerten.

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Doch es könnte Entlastung für die genervten Autofahrer geben. Um den Tourismus anzukurbeln und damit Gastronomie und Handel in der Corona-Krise zu stärken, erweitert jetzt die Stadt ihre Stellflächen für Caravans und Wohnmobile. Ab dem 15. Juli können Camper einen Teil des Parkplatzes an der Pieschener Allee als Stellplatz nutzen. Corinne Miseer, Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH sagt: „Corona hat dem ohnehin boomenden Caravan-Tourismus in Deutschland noch einmal einen kräftigen Schub gegeben. Wir reagieren auf diesen Trend und laden die europäischen Camper in die Elbmetropole ein!“Robert Franke, Amtsleiter der Wirtschaftsförderung beobachtet: „Die Touristen fehlen in den Restaurants und Geschäften der Stadt. Mit der temporären Umwidmung möchten wir einen Beitrag zur Wiederbelebung der Stadt leisten.“Die Stellfläche erlaubt bis zu 40 Fahrzeuge. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. „Es gibt weder Strom noch Wasser, aber die zentrale Lage ist unschlagbar. Außerdem wollen wir die Urlauber anregen, die nahegelegenen Einkehrmöglichkeiten aufzusuchen“, so Franke. Das zusätzliche Angebot gilt bis zum 31. Oktober. 

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In und um die Landeshauptstadt gibt es damit nun über 1 000 städtische und private Caravan-Parkplätzee. Um das Angebot überregional zu bewerben, haben Stadt und DMG eine einmalige Gewinnaktion gestartet. In Kooperation mit dem Bilderberg Bellevue Hotel werden für den Zeitraum vom 15. bis 17. Juli zwei Wohnmobilstellplätze am Biergarten „Elbsegler“ mit Blick auf die barocke Altstadtsilhouette verlost. 

Wer Lust auf einen Wohnmobil-Kurzurlaub in Dresden hat und dessen Caravan und/oder Wohnmobil das Gewicht von fünf Tonnen nicht überschreitet, ist eingeladen mitzumachen. Mehr zu der Aktion gibt es unter www.visit-dresden.travel. Teilnahmeschluss ist der 7. Juli.

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