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Wohnungen statt Bürgergarten

Die Garagen an der Uferstraße sollen verschwinden. Der Eigentümer will hier bauen.

Nur wenige Dresdner kennen das kleine Wohnviertel an der Uferstraße. Es liegt versteckt zwischen der Arzneimittelfabrik Menarini-von-Heyden und der Marienbrücke, nur wenige Meter von der Elbe entfernt. Hier könnten schon bald neue Wohnungen entstehen. Nach SZ-Informationen plant ein Eigentümer, sein Grundstück zwischen Hedwig- , Ludwig-, Hafen- und Uferstraße, zu bebauen. Dafür müssen allerdings Garagen weichen, die noch darauf stehen. Bei der Stadt soll auch schon eine Bauvoranfrage eingegangen sein.

Mit solch einem Antrag wird rechtlich verbindend geklärt, ob ein Bauvorhaben sowie einzelne Aspekte daraus genehmigungsfähig sind. Zudem bietet die Anfrage die Möglichkeit, das Bauvorhaben vor dem eigentlichen Genehmigungsverfahren absegnen zu lassen. Offenbar hat die Stadt die Anfrage nun positiv beschieden. Bestätigen will Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) das aber nicht. In dem Viertel an der Uferstraße bestünde auch ohne planerische Tätigkeit der Stadt ein Baurecht. Somit habe der Eigentümer einen grundsätzlichen Anspruch auf Zulässigkeit von Bauvorhaben. Allerdings müssen dabei öffentlich-rechtliche Vorschriften hinsichtlich Schall- oder Hochwasserschutz eingehalten werden.

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Jedoch kollidieren die Pläne zur Wohnbebauung mit anderen Vorhaben. Ursprünglich hatte man bei der Stadt überlegt, an der Uferstraße einen Bürgergarten anzulegen. Diese Idee wurde auch in den aktuellen Antrag für das neue Sanierungsgebiet eingearbeitet, ist aber nicht zementiert. Bei der Grünen-Ortsbeirätin Katja Meier stoßen die Baupläne auf Zustimmung, da Wohnungen im Ortsamtsgebiet Neustadt dringend gebraucht werden. Andererseits unterstützen die Grünen die Entstehung von Bürgergärten. Deshalb schlägt sie vor, dass die Stadt schon jetzt eine Ausgleichsfläche sucht. (uki/kah)