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Wohnwelt-Pleite: Kunden bekommen ihre Möbel

Die Muttergesellschaft der Möbelkette Wohnwelt ist pleite, mit ihr auch die Filiale im Gewerbepark Niedergurig. Dort klingelt seit der Insolvenz-Nachricht vom Sonnabend ununterbrochen das Telefon, weil beunruhigte Käufer um ihr bereits gezahltes Geld fürchten.

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Von Heiko Engel

Die Muttergesellschaft der Möbelkette Wohnwelt ist pleite, mit ihr auch die Filiale im Gewerbepark Niedergurig. Dort klingelt seit der Insolvenz-Nachricht vom Sonnabend ununterbrochen das Telefon, weil beunruhigte Käufer um ihr bereits gezahltes Geld fürchten.

Der Geschäftsbetrieb laufe normal weiter, von Schließung könne keine Rede sein, war in Niedergurig zu erfahren. Kunden würden beliefert, müssten nicht um ihre Anzahlungen für Möbel fürchten. Auch an den Öffnungszeiten der Wohnwelt-Filiale ändere sich nichts. In den nächsten zwei Wochen solle sich dann entscheiden, wie es mit dem Niederguriger Ableger weitergehe. Im Ungewissen über ihre Zukunft blieben bisher die Mitarbeiter. Ob sie ihre Arbeitsplätze verlieren oder weitermachen können, sei unklar.

Die Angestellten hoffen auf einen der kommenden Tage. Da wolle der Insolvenzverwalter persönlich nach Niedergurig kommen, um über das Schicksal des Unternehmens und der Arbeitsplätze zu informieren, hieß es. Die Insolvenzverwaltung der Möbelhaus-Kette übernahm Martin Prager von der Bayreuther Pluta Rechtsanwalts GmbH.

Die Wohnwelt-Kette gehört zur WMZ Holding im bayerischen Bayreuth. Neben Niedergurig gehören der Holding in Sachsen Wohnwelt-Filialen in Löbau, Zittau und Freiberg. Insgesamt sind dort 80 Mitarbeiter beschäftigt.