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Wolf reißt vier Schafe

Nahe Hohnstein gab es nach längerer Zeit wieder Wolfsangriffe. Hat sich doch ein neues Rudel in diesem Gebiet gebildet?

Schon seit Längerem schleicht ein Wolf durch Waitzdorf.
Schon seit Längerem schleicht ein Wolf durch Waitzdorf. © Symbolfoto: dpa

Es gab einen neuerlichen Wolfsübergriff im Hohnsteiner Ortsteil Waitzdorf. Wie erst jetzt bekannt  wurde, hat ein Wolf in der Nacht zum 22. Mai vier Schafe gerissen, bei einem fünften Tier ist ihm das misslungen. 

Bereits vor zwei Jahren hatte sich ein Wolf an das gleiche Grundstück ganz nahe ans Haus herangewagt. Damals wurde lediglich ein Schaf gerissen. Beim jetzigen Übergriff standen die Schafe in einer eingezäunten Koppel. Eine endgültige Bestätigung durch das Landratsamt steht zwar noch aus, aber die Betroffenen sind sich sicher. Zumal schon seit Längerem ein Wolf durch Waitzdorf schleicht und immer mal wieder gesichtet wird. Da es in diesen Bereichen keine bekannten Fotofallen gibt, kann derzeit nichts über die Routen dieses Wolfes gesagt werden, so auch nicht darüber, ob er zu einem neuen Rudel gehören könnte. 

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Die Experten der Fachstelle Wolf sind bei ihren Forschungen auf weitere Hinweise angewiesen. Für die Monitoringjahre 2018/19 und 2019/20 sind bisher vier Sichtbeobachtungen im Kirnitzschtal eingegangen und bewertet worden. Alle wurden mit C3 bewertet, was als unbestätigter Hinweis gilt. Ganz auszuschließen ist es jedoch nicht, dass Wölfe im Kirnitzschtal  oder nahe Hohnstein eine neue Heimat gefunden haben. 

Die Bestandserfassung für Wölfe erfolgt innerhalb eines sogenannten Monitoringjahres. Das entspricht einem Wolfsjahr, welches am 1. Mai beginnt und am 30. April des Folgejahres endet. Das Kirnitzschtal war im Monitoringjahr 2018/19 dem Territorium Stolpen/Hohnstein zugeordnet worden, weil der Wolf wahrscheinlich von dort eingewandert war. Ein einzelner Wolfsrüde war dort nachgewiesen worden. 

Sicher ist auf jeden Fall, dass sich nahe Hohnstein ein Wolf aufhält. Er wurde zum Beispiel von einer Wildkamera in Ulbersdorf an der Gemarkungsgrenze zum Sebnitzer Ortsteil Schönbach aufgenommen. Und Jäger sagen, dass es sogar zwei Wölfe sein könnten. Zumindest wurden zwei Tiere im Schwarzbach- und im Sebnitztal sowie am Ziegenrücken bei Ulbersdorf gesichtet. Und im nahe gelegenen Ehrenberg wurden, so sagen Jäger und Landwirte übereinstimmend, in letzter Zeit zahlreiche Mufflons gerissen.

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