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Wolgatreffen beim Museum für Geländewagen

Zum Wolgatreffen in Reichwalde kamen nicht nur viele „Wolga“, sondern auch viele Besucher. Das Geländewagenmuseum haben sie auch gleich gesehen.

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Von Jost Schmidtchen

So ein schönes Wolgatreffen wie am Sonnabend hat es in Reichwalde schon lange nicht mehr gegeben. Der vorsommerliche Frühlingstag trug wohl besonders dazu bei, dass die Autoliebhaber und Gäste inmitten der sowjetischen Limousinen sich bei Kaffee, Kuchen, Mittagsgerichten aus der Gulaschkanone und Bier wohlfühlten und auch viel Zeit mitgebracht hatten.

Man konnte es so recht aushalten in der Sonne, in der Ruhe und unter Gleichgesinnten. Zu erzählen und zu fachsimpeln gibt es an so einem Tag ohnehin mehr als genug. Von den 35 angereisten Autos waren die Wolgas in der absoluten Überzahl. So eine Wolga-Präsentation gibt es nicht alle Tage zu sehen. Auch zahlreiche Ersatzteile wurden angeboten. Früher wären wir froh gewesen, wenn es die auch alle so ohne Weiteres gegeben hätte. Da wurde schon der durchgefeuerte Auspuff zum Problem, Schweißen war die Lösung.

Heute sind die Wolgas technisch und optisch topfit und laufen zur Freude ihrer Besitzer außerordentlich zuverlässig. Helmut Roßberg aus Arnsdorf bei Radeberg hat sogar ein russisches Kennzeichen. Schmunzelnd verriet er, dass es nur eine Attrappe ist. Das bekam er einmal zum Stadtfest in Radeberg geschenkt. Da fuhr er mit seinem Wolga im Umzug mit, in Generalsuniform, und seine Ehefrau verteilte Schnaps. Die Festbesucher waren begeistert und entschuldigten sich, dass sie nicht russisch sprechen. „Die dachten alle, wir sind Russen.“

Zum Wolgatreffen kommt Helmut Roßberg immer wieder gern. Auch Familie Langner aus Dresden kommt gern zu den Veranstaltungen. Sie sind Mitglieder im Verein, der das Geländewagenmuseum betreibt, und helfen auch Tilo Graupner, damit so ein Wolgatreffen reibungslos abläuft. Wenn es dann noch ein solches familiäres Flair bekommt wie am Sonnabend, kann es schöner nicht sein. Traditionell starteten am Nachmittag alle Limousinen zu einer Fahrt an den Aussichtspunkt des Tagebaus Reichwalde. Auch das ist ein Zeichen für den Erhalt der Lausitzer Braunkohle.