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Das große China-ABC

Hongkong, Huawei, Handelskrieg: Die Volksrepublik steht ständig in den Schlagzeilen. Zeit, das China-Wissen mal wieder aufzufrischen – von A bis Z.

Spannung und Entspannung: Schattenboxen vor Peking-Kulisse und China-Flagge.
Spannung und Entspannung: Schattenboxen vor Peking-Kulisse und China-Flagge. © Getty Images/SZ-Montage

A - Alibaba

Es ist das digitale Abbild des chinesischen Wirtschaftswunders und ein Gradmesser der Konjunktur: Läuft sie schlecht, sieht man das gleich an den Umsätzen, die über die Bezahl-App Alipay gehen. Fast jeder zweite Chinese nutzt sie. Das ist die Basis der Internetplattform Alibaba.com, die der Englischlehrer Jack Ma 1999 gegründet hat. Herzstück ist das Online-Auktionshaus Taobao: eine Art Kreuzung aus Amazon und Ebay, die aber mehr Umsatz abwickelt als die amerikanische Konkurrenz zusammen. Drumherum hat Jack Ma ein verwirrendes Netz aus vielen Internetfirmen gebaut. Er ist heute einer der reichsten Männer Chinas.

B - Beijing

Chinas Hauptstadt wird bei uns meist Peking genannt, das ist auch die amtliche deutsche Bezeichnung. Laut Duden ebenfalls möglich und von manchen China-Kennern bevorzugt ist die Schreibweise Beijing. Sie beruht auf der international gebräuchlichen Pinyin-Umschrift, die mit lateinischen Buchstaben die Aussprache der chinesischen Begriffe nachahmt. Ob Beijing oder Peking: Mit 20 Millionen Einwohnern gehört die Metropole zu den größten Städten der Welt. Sie ist bekannt für historische Sehenswürdigkeiten wie den Platz des Himmlischen Friedens oder die Verbotene Stadt; die Chinesische Mauer verläuft ganz in der Nähe.

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© Arno Burgi/dpa

8.500 Kilometer liegen zwischen Dresden und seiner chinesischen Partnerstadt Hangzhou. Doch an der Elbe finden sich diverse Spuren chinesischer Tradition. Auf dem Weißen Hirsch etwa der Chinesische Pavillon. Er wurde zur Hygieneausstellung 1911 von Schanghai hierhergebracht und danach in unterschiedlichster Weise genutzt, 1997 dann bei einem Feuer fast zerstört, später durch Privatinitiative gerettet. Inzwischen ist er deutsch-chinesische Begegnungsstätte. Auch im Schlosspark Pillnitz gibt es übrigens einen Chinesischen Pavillon. Den hat allerdings ein sächsischer Hofbaumeister erbaut.

D - Deng Xiaoping

Er war eine Art Helmut Schmidt für Chinesen: Beide waren überzeugte Pragmatiker und Kettenraucher. Deshalb verstanden sich der deutsche Bundeskanzler von 1974 bis 1982 und der Anführer der Volksrepublik von 1979 bis 1997 auch besonders gut. Als Nachfolger des Revolutionärs Mao Tse-tung öffnete Deng sein Land wirtschaftlich – und legte damit den Grundstein für den rasanten ökonomischen Aufstieg, der bis heute anhält. Wiewohl Deng ein Mann des Ausgleichs war, blieb auch unter seiner Herrschaft China eine autoritäre, sozialistische Gesellschaft.

E - Ein-Kind-Politik

Schon bald wird wohl Indien China als bevölkerungsreichstes Land mit 1,4 Milliarden Menschen ablösen. Die Geburtenrate sinkt seit Jahren. Dabei wurde die Ein-Kind-Politik längst aufgegeben: Paare durften früher nur ein Kind bekommen, Geburten mussten genehmigt werden, Frauen ihre Kenntnisse über Empfängnisverhütung nachweisen. Inzwischen gelten zwei Kinder als Leitbild. Nutzt aber nichts. Eine ganze Generation von Einzelkindern ist herangewachsen, während das Land zunehmend vergreist. Das wird bisweilen auf die Formel gebracht: „China wird alt, bevor es reich wird.“

© Pixabay

Wohin mit der Couch? Wie soll der Schreibtisch stehen? Und wo das Bett? Für solche Fragen gibt es Feng Shui, was oft mit Wind und Wasser übersetzt wird. Es geht darum, sein Umfeld so einzurichten, dass die Lebensenergie, das Chi, richtig fließen kann – nur so wird Harmonie möglich. Die Regeln sind ziemlich kompliziert. Ein Spiegel im Schlafzimmer zum Beispiel soll angeblich die Beziehung ruinieren. Am Schreibtisch nie so sitzen, dass man eine Tür im Rücken hat! Ganz schwierig scheint das Klo zu sein. Auf jeden Fall immer den Deckel schließen, damit die gute Energie nicht in den Kanal abrauscht.

G - Geely

Der Name bedeutet im Chinesischen „Glückverheißendes Automobil“. Zum Glück eines eigenen Autos will Li Shufu, der Eigentümer des Geely-Konzerns, seinen Landsleuten verhelfen, indem er an sieben Standorten in China Fahrzeuge bauen lässt – und indem er westliche Automarken aufkauft wie etwa Volvo. Auch nach dem Mercedes-Stern greift Shufu: Der Einstieg von Geely bei Daimler 2018 sorgte für Aufregung. Acht Milliarden Dollar ließ er sich ein Anteilspaket von knapp zehn Prozent kosten. Angesichts des gesunkenen Aktienkurses von Daimler beruhigte ein Geely-Sprecher kürzlich, man habe nicht vor, die Beteiligung zu erhöhen – noch nicht.

© Ng Han Guan/AP/dpa

Der Konzern gerät immer mehr zwischen die Fronten des Handelskrieges zwischen den USA und China. Huawei ist der zweitgrößte Smartphone-Hersteller und der größte Netzwerkausrüster der Welt. Die US-Regierung wirft ihm vor, Spionage zu betreiben. Konkret soll Huawei über den Zugriff auf Überwachungsschnittstellen im Mobilfunknetz heimlich Daten abgreifen. Enge Verbindungen zum chinesischen Staat lassen sich nicht leugnen, aber der Verrat sensibler Daten wurde noch nicht nachgewiesen. Dennoch schließen mehrere Länder Huawei vom Aufbau der 5G-Netze aus. Deutschland will das vorerst nicht tun.

I - Ingwer

Die scharfe Knolle spielt in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) eine wichtige Rolle. Ingwer soll vor allem die Immunabwehr stärken, aber auch gegen allerlei Wehwehchen helfen, ob Blähungen, Bluthochdruck oder Potenzprobleme. Der Ingwer an unseren Gemüseständen, kommt meist aus China. Die Verwendung ist vielfältig, ob als Gewürz, Tee oder neuerdings als hipper Ingwer-Shot. Marketingexperten haben dafür den Begriff Superfood erfunden. Vorsicht: Wie immer kommt es auf die Dosis an.

J - Jangtse

Unter den längsten Flüssen der Welt ist dieser nach Nil und Amazonas zwar nur auf Platz drei, aber der Einzige, der nur durch ein einziges Land fließt. Von den Quellen im tibetischen Hochland bis zur Mündung im ostchinesischen Meer bei Schanghai sind es 6.380 Kilometer. Die Lebensader teilt das Land in Nord und Südchina und ist berühmt für spektakuläre Natur. Für Diskussionen sorgte vor Jahren der ökologisch fragwürdige Bau des Drei-Schluchten-Staudamms mit dem größten Wasserkraftwerk der Welt. Die Chinesen nennen den Fluss übrigens „Chang Jiang“, was schlicht „Langer Fluss“ heißt.

Der Drei-Schluchten-Staudamm, das größte Wasserkraftwerk der Welt am Jangtsekiang.
Der Drei-Schluchten-Staudamm, das größte Wasserkraftwerk der Welt am Jangtsekiang. © Wang Gang/XinHua/dpa

K - Konfuzius

„Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.“ Wegen solcher Lebensweisheiten ist der Philosoph Konfuzius (551 – 479 v. Chr.) im Westen vor allem für schöne Kalendersprüche bekannt. Die von ihm abgeleitete Weltanschauung, der Konfuzianismus, ist für China allerdings viel mehr als das. Schlagwörter wie Harmonie, Gemeinschaft und Unterordnung passen auch der sozialistischen Staatsideologie ganz gut ins Konzept. Ob der Konfuzianismus aber wirklich noch so stark die chinesische Gesellschaft von heute prägt, ist umstritten.

L - Lang Lang

Mit drei Jahren soll der Wunderknabe aus Shenyang mit dem Klavierspielen begonnen haben. Inzwischen ist er 38, und viele halten ihn für den größten lebenden Pianisten. Manche finden Lang Lang aber auch nur langweilig. Spätestens seit er 2008 bei der Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking in die Tasten griff, ist er weltberühmt, Chinas bedeutendster Musikexport ist ein Popstar der klassischen Musik: Kein Preis, den er nicht abgeräumt hätte. Sein Name, der klingt wie aus dem Morse-Alphabet, bedeutet in etwa so viel wie „brillanter Mann“. Die Eltern müssen es geahnt haben.

M - Mao Tse-tung

In den Sechzigern hatten sie auch viele Studenten in Europa immer in der Hosentasche: die kleine rote „Mao-Bibel“, Mao Tse-tungs gesammelte Zitate im Mini-Taschenbuchformat. Bis heute wird der Mitbegründer der Kommunistischen Partei Chinas, der 1976 starb, in seinem Land von vielen wie ein Heiliger verehrt. Sein Kopf guckt von den Geldscheinen in der Währung Renminbi. Doch es gibt auch viele Chinesen, die sich mit Schrecken an die brutalen politischen Säuberungen während Maos sozialistischer Kulturrevolution erinnern – mit Tausenden Toten, Gefolterten und Gefangenen.

© Roland Weihrauch/dpa

Sie ist das wirtschaftspolitische Lieblingsprojekt der chinesischen Führung. Es soll ein neues Handelsnetzwerk zwischen Asien, Afrika und Europa schaffen und verspricht den beteiligten Ländern Investitionen und Entwicklung. Angeblich machen schon mehr als 100 Staaten mit, auch das EU-Mitglied Italien. Entlang der neuen Seidenstraße sollen Zugstrecken, Flughäfen, Pipelines, Kraftwerke und andere Infrastrukturprojekte entstehen, finanziert von chinesischen Staatsbanken und gebaut von chinesischen Firmen. Bei vielen Seidenstraßen-Ländern wachsen dagegen nur die Schulden, weshalb der Widerstand gegen das Megaprojekt wächst.

O - Olympia

Was Rekorde betrifft, geht auch dieser Punkt an China: Peking ist die erste Stadt, in der nach den Olympischen Sommerspielen auch die Winterspiele ausgetragen werden. Schon bei der Vergabe der Sommerspiele 2008 gab es Kritik von Menschenrechts- und Umweltorganisationen, angesichts der politischen Situation im Land. Rückblickend sehen Beobachter die Sommerspiele auch als Startpunkt für ein neues chinesisches Selbstbewusstsein, das mit zunehmender Rücksichtslosigkeit einhergeht. Die Winterspiele sind trotz aller Kritik für Februar 2022 geplant – wenn bis dahin Corona vorbei ist.

Eine Frau fotografiert eine Countdown-Anzeige für die Olympischen Winterspiele in Peking 2022
Eine Frau fotografiert eine Countdown-Anzeige für die Olympischen Winterspiele in Peking 2022 © Ju Huanzong/XinHua/dpa

P - Poggenpohl

Es ist das jüngste Übernahme-Schnäppchen für chinesische Investoren: Neuer Eigentümer der deutschen Küchen-Edelmarke Poggenpohl aus Ostwestfalen, die während der Corona-Pandemie pleiteging, wird der Küchen- und Armaturenhersteller Jomoo aus Xiamen. Immerhin keine Finanz-Heuschrecke. Umgekehrt können Ausländer in China nicht so einfach Firmen kaufen. Nach einer Mitte Juli vorgelegten Studie des Basler Prognos-Instituts stoßen deutsche Unternehmen häufig auf Grenzen wie Investitionsverbote in bestimmten Branchen, Beteiligungsobergrenzen oder auferlegte Technologietransfers.

Q - Qu

Auch in China trinkt man gerne Alkohol, Bier zum Beispiel oder Baijiu, eine Art Getreideschnaps auf Hirsebasis. Einer der Hauptbestandteile ist Qu – ein Zeug, das es wahrscheinlich zu Recht nur in China gibt. Die gräulichen Klumpen werden aus zerstoßenem Getreide mit Mikroorganismen fermentiert und entwickeln so ihr eigenwilliges Aroma. Qu dient als Grundlage für Spirituosen aller Art. In China sagt man: „Gan bai!“ Heißt so viel wie: „Auf ex!“

R - Rating-System

Für Schlagzeilen sorgt China immer wieder mit seinem Sozialpunkt-System. Das ist ein online betriebenes Rating, mit dem die chinesische Bevölkerung durch eine totale Überwachung zu mehr „Aufrichtigkeit“ im sozialen Verhalten erzogen werden soll. Sämtliche Fehltritte – vom Verkehrsdelikt bis zur schweren Straftat – werden in ein Punktesystem überführt. Wer zu viele Minuspunkte ansammelt, kann zum Beispiel nicht reisen, weil ihm Flugtickets und Zugfahrscheine verwehrt werden. Mit einem positiven Rating bekommt man schneller Kredit. Das System soll in den kommenden Jahren flächendeckend eingeführt werden.

© Keith Tsuji/ZUMA Wire/dpa

Vorbei ist es mit der relativen Freiheit in der Sonderverwaltungszone Hongkong: Seit 1. Juli 2020 sind hier Aktivitäten, die China als „subversiv“, „separatistisch“ oder „terroristisch“ ansieht, verboten. Auch soll es „heimliche Absprachen“ mit Kräften im Ausland bestrafen. Hongkongs demokratische Opposition meint, das Gesetz ziele auf sie ab. Sie fürchtet, dass die Behörden nun gegen alles vorgehen können, was sich gegen die kommunistische Führung richtet. Die USA, Kanada und Großbritannien haben mit konkreten Maßnahmen reagiert. Großbritannien will drei Millionen Hongkongern Asyl gewähren. Auch die EU und Deutschland haben erste, zaghafte Sanktionen „eingeleitet“.

T - Tiktok

Sind Sie noch im letzten Jahrtausend geboren? Dann ist das hier wahrscheinlich nicht so ihr Ding und Sie bleiben besser bei Facebook. Die Generation Z aber liebt Tiktok. Zwei Milliarden Mal ist die App heruntergeladen worden, auf der vor allem schrille Musikvideoschnipsel gepostet, geguckt und geliked werden. Es ist das am schnellsten wachsende soziale Netzwerk der Welt. Ebenso umstritten wie beliebt – und inzwischen zum politischen Spielball geworden. Im Westen wittert man Zensur und Spionage, der Umgang mit den Daten sei dubios. Das ist er bei anderen Netzwerken auch, aber die kommen ja nicht aus China.

U - Uiguren

Sie sind eine der vielen Minderheiten in China: Rund zehn Millionen Menschen gehören der Volksgruppe der Uiguren an. Die meisten sind Muslime und leben in der autonomen Provinz Xinjiang. Seit 1990 werden Han-Chinesen in der Region angesiedelt, zwischen ihnen und den Uiguren kommt es zu Spannungen. Die Vereinten Nationen werfen China vor, ein Kontrollregime in Xinjiang eingerichtet zu haben. Mehr als eine Million Muslime sollen in Umerziehungslagern interniert worden sein. Die Regierung begründet dies mit einem Abwehrkampf gegen Terrorismus.

Bereitschaftspolizisten sperren einen Bereich eines Einkaufszentrums in Hongkong ab
Bereitschaftspolizisten sperren einen Bereich eines Einkaufszentrums in Hongkong ab © Kin Cheung/AP/dpa

V - Volksrepublik

Tausende Jahre war China ein Kaiserreich, 1912 wurde die Monarchie gestürzt und die Republik ausgerufen, seit 1949 ist das Land eine sozialistische Volksrepublik – also de facto eine Einparteiendiktatur. Neben der Volksrepublik Nordkorea gehört China heute zu den Ländern mit den wenigsten politischen Freiheitsrechten. Trotzdem ist China längst Deutschlands größter Handelspartner: 2019 betrug der Wert der Im- und Exporte 205,9 Milliarden Euro.

W - Wuhan

In der zentralchinesischen Metropole sind innerhalb von zwei Wochen rund zehn Millionen Menschen auf Corona getestet worden. Nur 300 Infizierte sollen dabei festgestellt worden sein. Hat sie es etwa überstanden, die Stadt, in der alles anfing? Auf dem Seafood-Market soll sich im Dezember 2019 der erste Mensch mit dem Virus angesteckt haben. Dann ging alles rasend schnell: 50.000 Infizierte, 4.000 Tote. Eine neue Studie hat nun gezeigt, dass Anfang des Jahres vermutlich bis zu 90 Prozent aller Infektionen unentdeckt blieben. Auch in China steigen die Zahlen wieder. Mit Ürümqi und Dalian gibt es aktuell zwei neue Hotspots im Land.

© Liu Bin/XinHua/dpa

Ihn einen chinesischen Donald Trump zu nennen wäre fies. Und doch: Chinas aktuelles Staatsoberhaupt zeigt sich seit seinem Amtsantritt vor sieben Jahren deutlich aggressiver als seine Vorgänger. Dass das chinesisch-amerikanische Verhältnis heute so eisig ist wie lange nicht, hat neben Handelsinteressen wohl auch mit den derzeitigen Anführern der beiden Supermächte zu tun. Auch das rigorose Vorgehen gegen die Proteste in Hongkong passt zu Xis autoritärem Führungsstil. Vor allem um eines dürfte Trump den Chinesen beneiden: Xi ließ einfach das Gesetz ändern – und ist jetzt auf Lebenszeit im Amt.

Y - Yin und Yang

Hell und dunkel, dick und dünn, heiß und kalt, männlich und weiblich: Was wir oft nur als Gegensätze begreifen, sind in der chinesischen Philosophie Prinzipien, die sich nicht bekämpfen, sondern ergänzen. Das eine ist ohne das andere nicht denkbar. Symbolisch dafür steht das bekannte Kreis-Symbol, in dem sich das weiße, aktive Yang und das schwarze, stille Yin gegenüberstehen und zugleich verbinden.

Z - Zensur

Aus westlicher Sicht ist es kaum vorstellbar, aber tatsächlich lässt sich auch das Internet zensieren: Mit dem Projekt „Goldener Schild“, einer Art nationaler Firewall, filtert das chinesische Ministerium für Staatssicherheit alle Seiten raus, die politisch nicht genehm sind – darunter deutsche Medien wie Spiegel, Welt und Tagesschau. Auch Facebook, Twitter und Google sind blockiert. Trotzdem steigt die Zahl der Internetnutzer in China rasant. Heute sind es schon über 900 Millionen – und was da jeder Einzelne macht, kann keine Diktatur der Welt kontrollieren.

Texte: Heinrich Maria Löbbers, Nora Miethke, Marcus Thielking

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