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Wurmlarven im Weixdorfer Waldbad

Im Waldbad gibt es Larven von Saugwürmern, die Hautausschlag auslösen können. Das Bad ist aber weiter geöffnet.

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Von Ines Klein

Baden mit den Larven von Saugwürmern. Im Waldbad von Weixdorf gehört das alle Jahre wieder zum Alltag der Badegäste. Trotz aller Versuche ist es bisher nicht gelungen, die Zerkarienbelastung des Wassers zu reduzieren. „Es besteht aber nach Aussage des Gesundheitsamtes keine Gefahr für die Badenden“, erklärt der Sprecher des Städtischen Bäderbetriebes, Andreas Schütz. Deshalb habe das Waldbad auch weiterhin ganz normal geöffnet. Bei den Zerkarien handelt es sich um die Larven von Saugwürmer. Sie gelangen durch den Kot von infizierten Enten in das Badewasser und lösen die so genannte Badedermatis aus. Die Badegäste klagen über rötlichen und juckenden Quaddeln, die wie Mückenstiche aussehen können.

Juckende Haut

Der Juckreiz ist zwar unangenehm, für den Menschen jedoch ungefährlich. Er plagt vor allem Badegäste, die eine sensible Haut haben oder unter Vorerkrankungen wie Allergien leiden. Um die Reaktionen zu vermeiden, sollte man sich nach dem Baden gründlich abduschen, abtrocknen und die Badekleidung wechseln. Kühlende Lotions können den Juckreiz lindern. Es gibt aber für die Schwimmer vorab keine Möglichkeiten, sich zu schützen. Das Problem im Waldbad von Weixdorf ist nicht neu. Auch schon in den vorangegangenen Saisons traten die Verunreinigungen im Wasser aus. „Die Enten, die das Naturbad nutzen“, werden deshalb mit Medikamenten gefüttert, erklärt Andreas Schütz. Der durchschlagende Erfolg ist aber ausgeblieben, weil immer wieder neue Wasservögel das Waldbad anfliegen. Schütz appellierte an die Badegäste, die Enten nicht zu füttern. „Satte Enten nehmen die Medikamente nicht zu sich“, erklärte Schütz. Zudem sorgt die viele Nahrung für eine Verunreinigung des Badewassers.

Baden erlaubt

Das ist grundsätzlich zum Baden geeignet und wird jeden Monat einmal von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes kontrolliert. die letzte Probe wurde in der vorigen Woche entnommen. Es gab keine Beanstandungen, sagt Andreas Schütz. Es sei jedoch damit zu rechnen, dass in den kommenden, heißen Tagen die Zerkarienbealstung deutlich ansteige. Das liegt an dem Fortpflanzungszyklus der Larven. „In zwei Wochen ist das Problem dann vom Tisch“, so Andreas Schütz. Blaualgen sind in diesem Sommer noch kein Thema im Weixdorfer Waldbad, das vor allem von den Siedlern und Campingfreunden genutzt wird. Nicht wenige scheuen sich allerdings vor dem Badegang mit unangenehmen Folgen und weichen in das benachbarte Langebrück aus. Dort gibt zwar Fische und Molche, aber keine Enten, die das Wasser verunreinigen könnten. ein Fließgewässer sorgt für sehr gute Wasserqualität.

Weixdorf, das vom Städtischen Bäderbetrieb bewirtschaftet wird, zählte bis Ende Juni schon 2000 Besucher. 230 davon gingen im vergleichsweise kühlen Monat Mai baden. In der Ferienzeit hat das Bad täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.