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Meißen

Zehn Jahre Kampf für die Oberschule

Auf dem vorgesehenen Areal im Ortsteil Ullendorf sollen nun am 11. Juni die ersten Baggerarbeiten beginnen.

Ein quadratisches, zweistöckiges Gebäude – so soll die neue Oberschule in Ullendorf einmal aussehen. Sie soll durch einen überdachten Weg mit der Sporthalle, die in den Hang hineingebaut werden soll, verbunden sein. Ab dem Schuljahr 2020/21 sollen hier bi
Ein quadratisches, zweistöckiges Gebäude – so soll die neue Oberschule in Ullendorf einmal aussehen. Sie soll durch einen überdachten Weg mit der Sporthalle, die in den Hang hineingebaut werden soll, verbunden sein. Ab dem Schuljahr 2020/21 sollen hier bi © Grafik: Architekturbüro Hauswald

Klipphausen. Am kommenden Dienstag will der Gemeinderat von Klipphausen die ersten Arbeiten für den Neubau der Oberschule im Ortsteil Ullendorf vergeben. 

„Da werden die Leitungen für den Schmutzwasser- und den Regenwasserkanal sowie für die Trinkwasserleitung vergeben“, erklärt Knut Hauswald. Der Meißner Architekt, der auch Dombaumeister ist, hat das Projekt geplant.

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Am kommenden Dienstag sollen auch die Leistungen für den Rohbau der Sporthalle und der Schule vergeben werden. Das Ganze hat nur einen Haken. „Wir haben noch kein endgültiges Schreiben vom Kultusministerium, in welcher Höhe die Schule gefördert werden soll“, erklärt Bürgermeister Gerold Mann (parteilos). Das sei aber seitens des Ministeriums bis zur Gemeinderatssitzung zugesichert worden.

Dass das Kultusministerium den Neubau der Oberschule in Ullendorf fördert, wäre nur gerecht. Denn bislang hat die Gemeinde zwei ihrer drei Grundschulen in Burkhardswalde, in Klipphausen und in Naustadt und zwei Erweiterungen ohne Förderung vom Land Sachsen gebaut.

Noch nicht klar ist, in welcher Höhe der Schulhausbau gefördert wird, ob zu 40 oder zu 60 Prozent. Bei einer geplanten Bausumme von 13 Millionen Euro ist das ein gewaltiger Unterschied. Klar ist, dass das Land den Bau der Sporthalle, für die Kosten von 4,6 Millionen Euro vorgesehen sind, mit 1,7 Millionen Euro fördern wird. Der Bescheid dazu war kurz vor Weihnachten bei der Gemeinde eingegangen.

Um dem Land Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, muss man sagen, dass es sich bei der Zusage für die Gemeinde Klipphausen um eine der größten Förderungen von Sportbauten in Sachsen im Jahr 2018 handelte. Immerhin hatte das Land 22,5 Millionen Euro für 136 Projekte auf dem Tisch liegen.

Was in Ullendorf gebaut werden soll, sind keine Modulbauten wie in anderen Kommunen, sondern durch den Architekten an die Bedürfnisse von Schülern und Lehrern angepasst. „Es wird in der Schule keinen Mittelgang geben, von dem links und rechts die Zimmer abgehen, sondern eine Reihe unterschiedlich großer Räumen, die um einen verglasten Innenhof gruppiert sind“, erklärt Knut Hauswald. Damit komme der Bau den Erfordernissen modernen Lernens und Lehrens entgegen, das etwa die Arbeit in kleineren Gruppen voraussetzt.

Wenn die Leitungen gelegt sind, soll ab 12. August mit dem Rohbau des Schulhauses und der Zweifeld-Sporthalle begonnen werden. Da diese am Hang liegt, „ist sie ein Stück in die Erde eingegraben“, erklärt Knut Hauswald. „Man kommt in das Gebäude, wo sich die Umkleiden befinden, und geht hinunter in die eigentliche Sporthalle mit den Geräteräumen.“

Die Gemeinde strebt an, dass beide Gebäude – die Sporthalle und das würfelförmige Schulgebäude – parallel und von einer Firma errichtet werden, um Kosten zu sparen, hatte Bauamtsleiter Dieter Schneider in der SZ erklärt. Auch deshalb ist es so wichtig, dass möglichst schnell der Förderbescheid vom Kultusministerium kommt, damit die Bauleistungen zügig ausgeschrieben und vergeben werden können.

Zwölf Klassen mit jeweils um die 25 Schüler werden in der neuen zweizügigen Oberschule einmal lernen, sodass hier einmal zwischen 300 und 320 Kinder unterrichtet werden. Im Erdgeschoss wird die Schule über Kunst-, Kreativ- und Werkenräume verfügen. Hier liegen auch Lehrer- und Direktorenzimmer sowie das Sekretariat und der Heizraum. 

Im Erdgeschoss liegen zudem die Mensa, eine Schülerküche und eine richtige Schulküche. Im ersten und zweiten Geschoss befinden sich, über einen Fahrstuhl erreichbar, die Lernräume.