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Hoyerswerda

Zehn Tage lang Bildhauer live bei der Arbeit

Das 12. Bildhauersymposium ist eröffnet. Und jedermann kann den Künstlern zuschauen.

Stefan Skora (re.) überreichte gestern als Stiftungsratsvorsitzender der Lausitzer Seenland Stiftung an ZooKultur-Prokuristin Kerstin Noack einen Scheck über 5 000 Euro für das Bildhauersymposium.
Stefan Skora (re.) überreichte gestern als Stiftungsratsvorsitzender der Lausitzer Seenland Stiftung an ZooKultur-Prokuristin Kerstin Noack einen Scheck über 5 000 Euro für das Bildhauersymposium. © Foto: Uwe Schulz

Hoyersweda. Dmitri Verdianu war vor dreißig Jahren schon mal in Hoyerswerda. Der gebürtige Moldawier nahm, wie er schildert, damals an einem Bildhauersymposium in Naumburg teil. Bei der Gelegenheit besuchte man auch das Symposium in Hoyerswerda.

Und ja, er kannte auch Symposiums-Initiator Jürgen von Woyski. Jetzt ist der Bildhauer als Künstler beim 12. Internationalen Bildhauersymposium dabei und wird aus Sandstein eine Ente schaffen. „Bobok“ nennt er sie und kann dazu eine rührende Geschichte erzählen. Der Mann bearbeitet seinen Sandsteinblock im Bereich der ehemaligen Trampeltieranlage im Hoyerswerdaer Zoo. Der Platz neben ihm ist noch frei. Haik Tokmanian aus Armenien hat Probleme mit seinem Visum. Wenn es gut läuft, reist er am morgigen Sonntag an.

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Dmitrii Fedin, Silvio Ukat und Olaf Klepzig arbeiten derweil direkt auf der Trampeltieranlage an übermannsgroßen Holzstamm-Stücken. Die Organisatoren von der ZooKultur haben sich bewusst dafür entschieden, die Arbeiten an einer Stelle im Zoo zu konzentrieren und die Holz- sowie die Steinbearbeitung doch voneinander zu trennen. Mit Ausnahme der Kunstleistungskursler vom Foucault-Gymnasium. Sie bearbeiten ihre vergleichsweise kleinen Sandsteinrohlinge unter einem Pavillon gleich neben den Holzkünstlern. Fälschlicherweise hatte sich im Vorfeld lange die Information gehalten, dass auch Steinmetzlehrlinge mit zugegen sein werden. Doch dem ist nicht so.

Thema des Symposiums ist „Humanimal“, ein Wortkonstrukt aus den lateinischen und englischen Begriffen für Tier, Seele und Mensch. Dem Thema entsprechen die Ideen der Künstler, die TAGEBLATT in den kommenden Tagen auch vorstellen wird. Bis zum 30. Juni werden die Künstler im Zoo arbeiten. Und jedermann kann ihnen dabei zuschauen, mit ihnen auch ins Gespräch kommen. Gearbeitet wird täglich von 10 bis 18 Uhr, die Schüler sind unter der Woche von 8 bis 15 Uhr vor Ort. Präsentiert werden sollen die fertigen Werke am Montag, dem 1. Juli, um 16 Uhr. Und wie in den Vorjahren können sie auch erworben werden.

Doch so ein Symposium kostet auch Geld. ZooKultur-Prokuristin Kerstin Noack schätzt die Kosten in diesem Jahr auf 18 000 Euro. Sie ist dankbar für die vielen kleinen und großen Sponsorenleistungen, allem voran für die Zusammenarbeit mit der Särchener Steinmetzfirma Wera. Und gestern gab es auch Schecks: einmal 5 000 Euro von der Lausitzer Seenland Stiftung und einmal 700 Euro von den Rotariern. Jetzt hofft man auf Käufer der Kunstwerke.

Wer Interesse am Erwerb eines der Kunstwerke hat, kann sich an die Zoo, Kultur und Bildung gGmbH wenden.

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