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Zehrener Verein will alte Schiffswerft in Niedermuschütz wieder beleben

Der Verein „Mein Zuhause Sachsen“ aus Zehren will die alte Schiffswerft im Ortsteil Niedermuschütz wiederbeleben. Stahlboote, wie sie hier 104 Jahre lang bis 1990 entstanden, sollen zwar nicht mehr gebaut werden, wohl aber Paddelboote.

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Der Verein „Mein Zuhause Sachsen“ aus Zehren will die alte Schiffswerft im Ortsteil Niedermuschütz wiederbeleben. Stahlboote, wie sie hier 104 Jahre lang bis 1990 entstanden, sollen zwar nicht mehr gebaut werden, wohl aber Paddelboote. Außerdem möchte der Verein einen Verleih für Paddelboote und Fahrräder einrichten.

Start im nächsten Jahr

„Derzeit sind wir dabei, Fördermittelanträge zu stellen und einen Pachtvertrag über einen Teil des Geländes unter Dach und Fach zu bringen“, sagt Michael Schanz, der Vereinsvorsitzende. Spätestens im nächsten Jahr sollen Jugendliche, aber auch Touristen von Niedermuschütz aus zur Paddeltour auf der Elbe starten können. Dabei bedient man sich der Zusammenarbeit mit dem Verein „Sprungbrett“ aus Riesa. In der Nähe des dortigen Geländes in Göhlis nahe der Elbe könnten die Paddeltouren enden. Die Boote würden dann per Transporter nach Niedermuschütz zurück gebracht. „Wir wollen, dass Jugendliche, Schulklassen, aber auch junge Familien länger als nur einen Tag hier verweilen“, sagt Michael Schanz. Deshalb soll in der alten Schiffswerft eine Werkstatt aktiviert werden.

Gearbeitet wird mit den Maschinen von 1890. „Da können die Jugendlichen sehen, wie einst gearbeitet wurde, aber auch selbst zum Beispiel Paddel herstellen“, so der Vereinschef. „Wir wollen eine Art lebendiges Museum.“ Unterstützt wird er dabei von Wolfgang Trepte, Eigentümer des Geländes und Vereinsmitglied. Er plant, eine Jugendherberge einzurichten. „Das ist freilich noch Zukunftsmusik“, gibt Wolfgang Trepte zu.

Kletterfelsen und Wanderweg

Einen Tischler, der die Jugendlichen anleiten soll, hat der Verein jedenfalls schon gefunden. Dieser baute ein Holzboot, das bis zu sechs Personen Platz bietet und ebenfalls später mit vermietet werden soll. Auch vereinseigene Boote sollen künftig zu Wasser gelassen werden. Ein Fahrradverleih für alle diejenigen, die sich auf dem Wasser nicht so wohlfühlen, ist ebenso vorgesehen.

Die Vorstellungen des Vereins gehen sogar noch weiter. Ein alter Schuppen soll weggerissen, ein Kletterfelsen genutzt und ein Wanderweg mit Blick auf ein Storchennest mit in das Programm einbezogen werden.

Auch Möglichkeiten zum Zelten soll es später einmal geben. „Schön wäre es, wenn die Jugendgruppen zwei, drei Tage hierbleiben würden“, so Schanz. Jürgen Müller