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Zeithainer lehnen Solaranlagen auf ihren Feldern ab

Ein Bauer wollte auf einem Feld mit schwachem Boden Strom erzeugen. Räte und Verwaltung sehen darin eine Zweckentfremdung.

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Nachdem 2009 ein riesiger Solarpark in der Nähe des Zeithainer Industrieparkes ans Netz ging, ist man in der Gemeinde jetzt vorsichtig bei dem Thema Photovoltaik geworden. Ein Antrag, in der Nähe der B 169 und der Gedenkstätte Ehrenhain eine entsprechende Anlage auf einem Feld zu errichten, lehnte der Technische Ausschuss Anfang dieser Woche ab. Die Verwaltung bewertet die Nähe zur Gedenkstätte negativ, so Bauamtsleiter Holger Koßwig. CDU-Gemeinderat Frank Jastram ergänzt, er sei dagegen, solche Flächen zu entfremden. Bereits im vergangenen Jahr wurde ein ähnlicher Antrag abgelehnt, weil man eine Blendwirkung auf die B 169 befürchtete. Die BIG enthielt sich beziehungsweise stimmte gegen die Ablehnung, unter anderem weil im Vorfeld weder mit der Gedenkstätte noch mit dem betreffenden Landwirt gesprochen wurde. Der saß nämlich bei der Ausschusssitzung im Publikum und meinte, der Boden dort sei schlecht und kaum nutzbar.

Trotz des Votums will Bürgermeister Ralf Hänsel (parteilos) auch künftig ähnliche Anträge durch den Rat prüfen lassen. (SZ/ste)