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Zipfelmützenmarkt in Arnsdorf um ein Haar ohne Weihnachtsmann

Kurz vorm Start lag der Arnsdorfer Geschenkebringer krank im Bett. Aber es nahte Hilfe aus Ullersdorf.

Von Bernd Goldammer

Der Weihnachtsmann kann in Arnsdorf sogar SMS schreiben. Allerdings war das am Sonnabend keine wirklich fröhliche… Denn ausgerechnet, als der Arnsdorfer Zipfelmützenmarkt anstand, simmste der Mann in Rot: „Der Weihnachtsmann hat seine Stimme verloren…“ Eine ganze Woche lang sollen ihn seine Wichtel mit Heißgetränken aller Art traktiert haben. Vergeblich! Wie der Name schon sagt, Weihnachtsmänner sind eben auch nur Männer. Und die haut es manchmal um, wenn der erste Winterwind durch die Karswaldgemeinde pfeift. Was jetzt? Alles war liebevoll vorbereitet. Weihnachtsstimmung war überall zu spüren. Arnsdorfs Kinder hatten sich am Zipfelmützen-Weihnachtsbaum noch einmal in Erinnerung gebracht. Statt E-Mails schreiben die Kinder hier noch richtige Wunschzettel, um den Weihnachtsmann zu überzeugen. Tagelang haben sie Argumente aufgeschrieben, warum sie das eine oder andere Geschenk wirklich verdient haben. Wenn ihr Weihnachtsmann dann auf dem Zipfelmützenmarkt gefahren kommt, ist er für sie der Größte. Mit samtweicher Stimme eröffnet er dann die Weihnachtszeit… Jetzt aber liegt er fiebernd im Bett und bekommt immer noch keinen Ton aus seiner Kehle. In wenigen Stunden kommen die Kinder. Doch hinter den organisatorischen Kulissen hatte das geheimnisvolle Wuseln längst begonnen. Per Handy und auch im Internet wurde ein gutgewachsener älterer Mann mit einem weißen Vollbart von mindestens 30 Zentimetern Länge gesucht. Bei dieser Personenbeschreibung dürften in den USA alle NSA-Computer geglüht haben… Aber Geheimdienste helfen in so lebenswichtigen Fragen ja am wenigsten, wie man weiß. Im Arnsdorfer Land setzt man noch auf echte Freundschaft. Das Problem wurde gelöst. Pünktlich um 16.30 Uhr fuhr ein Weihnachtsmann auf den Kinovorplatz. Ein gut gewachsener Recke aus dem benachbarten Ullersdorf soll eingeflogen worden sein. Mit einem stimmgewaltigen „Ho-Ho-Ho“ sammelte er die Wunschzettel der Kinder ein. Und vor seinem Schlitten herrschte mächtiges Gedränge. Ein paar Stunden hatte dann der „echte„ Arnsdorfer Weihnachtsmann die Wunschzettel in den Händen. Und wenn es in der Adventszeit gelegentlich hell am Arnsdorfer Himmel wird, dann ist das wahrscheinlich kein Wetterleuchten. Der Arnsdorfer Weihnachtsmann arbeitet dann mit glühendem Eifer, um die Geschenke für Weihnachten zu bekommen. Und er wird es schaffen, ließ er schon mal wissen.

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Es war jedenfalls ein wunderbarer Zipfelmützenmarkt, der da am Sonnabend nach Arnsdorf lockte. Und das statt Stamm-Weihnachtsmann Olaf Umlauft nun Alex Meyer die Wunschzettel einsammelte, haben die Arnsdorfer Kinder vielleicht gar nicht bemerkt…