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Zittau ist für Investoren weiterhin interessant

Wirtschaftsförderin Gloria Heymann hat dem Stadtrat ihre Arbeit vorgestellt – mit bemerkenswerten Details.

Von Thomas Mielke

Zittau ist nicht von der Landkarte potenzieller Investoren verschwunden: Im Jahr 2012 haben sich 47 bei der Stadtverwaltung nach Ansiedlungsmöglichkeiten erkundigt. Bis Ende August dieses Jahres waren es 29. Diese Zahlen nannte Wirtschaftsförderin Gloria Heymann kürzlich im Stadtrat, als sie wieder einmal erklärte, was ihr Amt so tut.

Teppich Schmidt
Sieben Wohnwelten – ein Geschäft
Sieben Wohnwelten – ein Geschäft

Erfahrung, Wissen und ein super Team. Bis zum heutigen Erfolg war es eine lange, lehrreiche Reise, die sich nun in verschiedenen Abteilungen widerspiegelt und seinen Kunden Einrichtungs- und Wohnträume verwirklicht.

Gründe für das anhaltende Interesse gibt es verschiedene: So hat Zittau noch genügend freie Ansiedlungsflächen. Insgesamt sind 70 Prozent der fünf Gewerbegebiete ausgelastet, das an der Hauptmann-Straße mit 94,1 Prozent am stärksten, das am Ottokarplatz mit 46,8 Prozent am schwächsten. Damit es auch künftig genügend Flächen gibt, will die Stadt in den nächsten Jahren das Gelände zwischen Neiße und B 99, in der Nähe des Hirschfelder Kraftwerks, zu einem weiteren Gewerbegebiet ausbauen, wie die SZ berichtete.

Die Beratung von ansiedlungswilligen Investoren war aber nicht das Einzige, was die Wirtschaftsförderung getan hat. So hat sie zwischen Januar 2012 und August 2013 60 Anfragen einheimischer Unternehmen zum Beispiel zu Fördermitteln oder Flächen bearbeitet. Sie kümmerte sich zum Beispiel auch um das Turbointernet für das Gewebegebiet Weinau und die Ortsteile, begleitete die Ansiedlung des an der Neustadt geplanten Centers und des Fraunhofer-Technicums auf dem Hochschulcampus und warb um Fachkräfte.

Das reichte einzelnen Stadträten aber nicht. Sie fragen sich noch immer, was die Arbeit der Wirtschaftsförderung bringt, wenn sie nicht konkret in der Zahl neuer Firmen und Arbeitsplätze abzurechnen ist. Oberbürgermeister Arnd Voigt (Freie Bürge) betonte, dass nur die Firmen über Ansiedlungen oder Einstellungen von Mitarbeitern entscheiden. Das Amt kann sie dabei nur unterstützen, sie begleiten und günstige Voraussetzungen dafür schaffen.

Dass die Entwicklung trotzdem in die richtige Richtung geht, machte Frau Heymann mit anderen Fakten klar: Die Zahl der arbeitslosen Zittauer ist zwischen 2001 und 2012 von über 4 000 auf unter 2 000 gesunken. Die Zahl der Arbeitsplätze in der Stadt ist dagegen seit 2005 ziemlich kons-tant geblieben und hat sich bei reichlich 10 000 eingepegelt. Trotzdem ist Bewegung im Arbeitsmarkt: Während einige Firmen abgebaut haben, sind laut Frau Heymanns nicht repräsentativen Erhebungen allein seit 2011 über 160 Jobs in Zittau im verarbeitenden Gewerbe entstanden.