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Zittauer erhält Wissenschaftspreis

Thomas Hardtke untersuchte die Geschichte der Evangelischen Kirche im Dritten Reich. Die Studie fand das Lob einer Jury.

Von Sebastian Beutler

Mit den christlichen Gemeinschaften in Zittau kennt sich Thomas Hardtke aus. Schon als Schüler am Zittauer Gymnasium veröffentlichte er vor mehr als zehn Jahren im Journal der Christian-Weise-Bibliothek einen entsprechenden Beitrag. Sein Lehramtsstudium schloss er 2010 mit einer Studie zur Zittauer Evangelischen Gemeinde im Dritten Reich ab. Mit einer Kurzfassung dieser Studie bewarb er sich nun bei der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften um deren Nachwuchspreis. Mit Erfolg, denn am Wochenende überreichte der Görlitzer Bürgermeister Michael Wieler dem 29-Jährigen in Görlitz den diesjährigen Hermann-Knothe-Preis im Namen des Oberlausitzer Sechsstädtebundes, dessen Mitgliedsstädte das Preisgeld stiften. Unter fünf Einsendungen wurde Hardtkes Arbeit von einer siebenköpfigen Fachjury als preiswürdig ausgewählt, weil die forschungsreiche Lokalstudie dazu beiträgt, das Bild der Evangelischen Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus differenzierter nachzuzeichnen, wie der Präsident der Wissenschaftsgesellschaft, Steffen Menzel, in seiner Laudatio erklärte. Hardtke, der als Lehrer Deutsch und evangelische Religion unterrichten könnte und in Leipzig lebt, absolviert derzeit ein Zusatzstudium für seinen Doktortitel an der Freien Universität Berlin.

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Zum achten Mal wurde der Preis an Nachwuchswissenschaftler für eine Arbeit über die Oberlausitzer Geschichte vergeben. Die Themenpalette der eingereichten Beiträge reichte dieses Mal über die Wirtschaftsgeschichte bis hin zu sorbischen Fragen im deutschen Kaiserreich.