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Zittauer Filmnächte trotzen Corona

Die Kinomacher dürfen wegen der Hygieneauflagen weniger Plätze besetzen als sonst. Wirklich schlecht sind die Besucherzahlen deshalb aber nicht.

Schon über 3.000 Besucher zählten die diesjährigen Zittauer Filmnächte.
Schon über 3.000 Besucher zählten die diesjährigen Zittauer Filmnächte. © Foto: Rafael Sampedro

Mehr als 3.100 Besucher stehen bislang bei den 20. Zittauer Filmnächten zu Buche. Das Open-Air-Kino in der Weinau dauert noch bis zum 26. August. Ein neuer Besucherrekord ist bis dahin kaum zu erwarten - immerhin müssten 6.232 Besucher aus dem Vorjahr geschlagen werden - aber wirklich schlecht ist die Zahl nicht. Dessen ist sich auch Tilo Schwalbe, Leiter der Zittauer Filmnächte, bewusst. Schließlich dürfen die Kinomacher in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nur etwa die Hälfte der Plätze auf der Freilichtbühne in der Weinau besetzen. 

"Einmal haben wir die Corona-Kapazitätsgrenze fast erreicht", sagt Schwalbe. Das war am 31. Juli bei der ersten Vorstellung von "Ich war noch niemals in New York". Insgesamt 348 Besucher strömten an diesem Tag zur Freilichtbühne. Das war bisheriger Tagesrekord. Aber auch andere Filme wie "Das perfekte Geheimnis", "Die Känguru-Chroniken" oder "Nightlife" haben gute Zahlen geschrieben. Zu den jeweils zwei Vorstellungen dieser Filme kamen zwischen 270 und 320 Besucher.

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Mit der bisherigen Besucherzahl haben die Zittauer Filmnächte bereits die Gesamtzahl früherer Jahre übertroffen. 2017 kamen beispielsweise zu allen 36 Vorstellungen 3.035 Besucher, 2016 waren es insgesamt 3.364. Diesen Wert könnte die 20. Auflage des Open-Air-Kinos noch reißen - stehen doch bis zum 26. August noch zehn der 36 Vorstellungen aus.

Diese Szene aus "Ein verborgenes Leben" wurde im Zittauer Gefängnis gedreht.
Diese Szene aus "Ein verborgenes Leben" wurde im Zittauer Gefängnis gedreht. © PR
Auch an der Johanniskirche war das Filmteam von "Ein verborgenes Leben" zugange.
Auch an der Johanniskirche war das Filmteam von "Ein verborgenes Leben" zugange. © Archivfoto: Rafael Sampedro

Auf den kommenden Samstag freuen sich einige Zittauer besonders - denn dann läuft ein Film, der in der Region gedreht wurde: "Ein verborgenes Leben". Szenen für die US-amerikanische Produktion von Oscar-Regisseur Terrence Malick entstanden im Sommer 2016 unter anderem im früheren Zittauer Gefängnis, rund um die Johanniskirche, am Vorstadtbahnhof, am Bahnhof Bertsdorf und in der Schmalspurbahn. 

Nach der Weltpremiere im Mai 2019 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes startete "Ein verborgenes Leben" Ende Januar in den deutschen Kinos. In der Region war das Werk aber bisher noch nicht zu sehen - obwohl hier gedreht wurde. Eine geplante Vorstellung im Zittauer Kronenkino fiel der Corona-Schließung zum Opfer. Und so feiert "Ein verborgenes Leben" nun bei den Filmnächten in der Weinau seine Zittau-Premiere.

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