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Zittauer Hilfe beim Klimaschutz in Mexiko

Student Paul Herrmann arbeitet als Praktikant im VW-Werk Puebla. Dort ist man von ihm begeistert.

Von Dietmar Rößler

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Paul Herrmann ist in Mexiko oft mit seinem VW Käfer unterwegs und kann dabei tolle Ausblicke genießen. Das Auto begleitet ihn vor allem auf seinem Weg zur Arbeit – dem Klimaschutz – im Land der Kakteen. Als VW vor über 50 Jahren sein erstes Autowerk in Mexiko eröffnete, spielten Umweltgesichtspunkte kaum eine Rolle. Heute dagegen schaut man genau hin. VW ist gerade dabei, seine Ökobilanz deutlich zu verbessern. Auch in Mexiko. Schließlich wird hier künftig neben VW – Golf, Jetta und Beetle – auch für die Tochter Audi produziert. So fand Paul Herrmann, Student im Zittauer Studiengang „Energie- und Umwelttechnik“, hier sein Thema für das Praxissemester. Seit September beschäftigt sich der 27-Jährige mit einem besonderen und komplizierten Problem, das dort in der Lackiererei auftritt. „Jetzt zahlt es sich aus, dass ich mich im Studium mit Modulen wie Fluiddynamik oder Thermodynamik herumgeschlagen habe“, sagt er. Das spezielle, praxisnahe Zittauer Studium passt offensichtlich recht gut zu den Plänen von VW. So wurde Paul von seinen Betreuern ermuntert, in Zittau die Projekte in Puebla bekannt zu machen. Denn man würde dort gerne wieder Praktikanten von der hiesigen Hochschule begrüßen.

Ganz so einfach ist das allerdings nicht. Denn neben Fachwissen ist zum Beispiel auch Spanisch wichtig. „Ich spreche recht gut und belege gerade einen Kurs im werkseigenen Sprachzentrum“, meint Herrmann. So sei er bestens gerüstet, das Land der Kakteen auch ab und zu auf eigene Faust zu erforschen. Angst habe er dabei eigentlich nicht: „An der amerikanischen Grenze ist es wahrscheinlich etwas ungemütlich“, räumt er ein. Er erlebt das Innere des landes und den Süden ruhiger. Ein paar Grundregeln sollte man aber schon beachten. Und so abgesichert wie die Pauschaltouristen sei man natürlich nicht. Exotisch sei es unbedingt. „Wenn ich früh auf dem Periferico, einer großen Zubringerstraße, zur Arbeit fahre, grüßt mich der rauchende Popo“, schwärmt er. So nennt man hier den 5 452 Meter hohen Vulkan Popocatépetl.

Natürlich fährt Herrmann einen VW-Käfer. Bis 2003 wurde er hier gebaut. Und bis heute gibt sein Name „Vocho“ dem Werk seinen Namen. Ein Werk, das mit 14 700 Mitarbeitern nach Wolfsburg der zweitgrößte VW-Standort weltweit ist. Und das, trotz Elite-Universität vor Ort, immer Bedarf an Praktikanten hat. Auch aus Zittau. Für seine Stelle hat VW allerdings mittlerweile einen Nachfolger gefunden. Von einer anderen Hochschule. „Für das Umweltmanagement werden noch Leute gesucht“, meint Herrmann. Praxisaufgaben in Mexiko wird es auch in den nächsten Semestern geben. Auch wenn Herrmann seinen „Vocho“ nicht an einen Zittauer Praktikanten weitergibt, Nachfolger gibt es bestimmt.

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