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Zittauer Störenfried soll in die Psychiatrie

Einem 46-jährigen Mann werden drei Straftaten vorgeworfen. Er könnte schuldunfähig sein.

Zittau/Görlitz. Die Staatsanwaltschaft Görlitz schätzt ein, dass der Mann, der seit gestern vor dem Landgericht Görlitz steht, für die Allgemeinheit gefährlich ist und dass von ihm weiterhin erhebliche rechtswidrige Taten zu erwarten sind. Weil der 46-jährige Zittauer wegen einer psychischen Krankheit wohl schuldunfähig ist, geht es in diesem Fall nicht um Gefängnis, sondern um die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Dem äußerlich unauffälligen Mann, der bereits unter Betreuung steht und in einer sozialtherapeutischen Wohnstätte wohnt, werden drei Sachverhalte vorgeworfen, die sich vor Jahren im Bereich der Zittauer Mandaukaserne zugetragen haben sollen. In der Nacht 13. Juni 2010 soll er mit einer Glasflasche nach einem Pkw geworfen haben. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von 1 100 Euro. Am 18. Februar 2011 folgte eine Auseinandersetzung mit zwei Jugendlichen im Hinterhof der Kaserne. Der Zittauer hat die beiden Jugendlichen laut Anklage mit einem Ast attackiert, ihnen leichte Verletzungen zugefügt, auch mit der Faust auf den Kopf geschlagen und einen der Jungs mitgeschleift, sodass dieser in Atemnot geriet. Schließlich soll er am 31. Juli 2011 eine Frau gepackt und zu Boden gestoßen haben. Dabei hat er laut Anklage geschrien: „Ihr Schweine, ihr habt mich bestohlen.“ Die Frau erlitt ebenfalls leichte Verletzungen. Angeklagt ist er wegen Sachbeschädigung, gefährlicher Körperverletzung, vorsätzlicher Körperverletzung und Beleidigung. Der Angeklagte äußerte sich gestern nicht zu den Vorwürfen. Zumindest die erste der drei Taten scheint er allerdings auch nicht zu bestreiten. Der erste Zeuge, ein Polizeibeamter, der im Juni 2010 zum Vorfall mit dem Flaschenwurf gerufen wurde, beschreibt, dass er den Angeklagten mit dem gebrochenen Flaschenhals in der Hand mitten auf Straße angetroffen habe. Wenige Meter weiter stand das beworfene Auto. Der Angeklagte habe die Flasche nach mehrmaliger Aufforderung zu Boden gelegt und einen wirren Eindruck gemacht. „Er hat dann was von Terroristen erzählt, die ihm alles kaputt machen wollen“, so der Polizist. Das psychiatrische Gutachten wird in dem Verfahren entscheiden. Die Verhandlung wird heute fortgesetzt. (fth)

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