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Zittaus Villingenring wird nach und nach verschwinden

Die Stadt will vier große, alte Kasernen im ehemaligen Armeegebiet abreißen - und noch mehr.

Die ehemalige Kaserne in der Bildmitte und die drei am linken Bildrand will die Stadt abreißen lassen.
Die ehemalige Kaserne in der Bildmitte und die drei am linken Bildrand will die Stadt abreißen lassen. © Archivfoto: Thomas Mielke

Der Stadtrat hat demOberbürgermeister erlaubt, Fördermittel für den knapp drei Millionen Euro teuren Abriss der vier maroden, leer stehenden Kasernen Villingenring 2, 4, 5 und 6 zu beantragen. Dazu gehört auch der Rückbau der Straße samt unterirdischer Wirtschaft und Teilen des Pistoiaer sowie Portsmouther Weges an den vier Gebäuden. Zudem muss deshalb der Villingenring 3 neu erschlossen werden. Bevor die Bagger wirklich anrollen können, sind über die Bewilligung der Zuschüsse hinaus unter anderem weitere Stadtratsbeschlüsse notwendig. Ein Termin für den Abrissbeginn steht noch nicht fest.

Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) sagte während der Ratssitzung, dass sich einige Zittauer fragen könnten, warum Zittau so viel Geld in ein Gebiet steckt, in dem wenige Menschen wohnen und das im Gegensatz zur Innenstadt wenig Bedeutung hat. Die Erklärung: Wenn Zittau nicht handelt, laufen wegen der maroden unterirdischen Wirtschaft noch viel größere Kosten auf, die die Stadt im Zweifel komplett selbst tragen muss. Tatsächlich ist ein Teil des Villingenrings deswegen bereits gesperrt und die Straße auf der anderen Seite des Exerzierplatzes schon mehr als einmal eingebrochen.

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Zenker betonte, dass der Abriss von Teilen des Villingenrings, des Pistoiaer und Portsmouther Weges kein Affront gegen Zittaus gleichnamige Partnerstädte ist. Die Benennung der Straßen sei "Ausdruck der Hoffnung der 90-er Jahre" auf die Belebung des Gebietes gewesen, sagte das Stadtoberhaupt. Die Hoffnung hat sich aber nicht erfüllt.

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Der Abriss ist auch Teil eines größeren Konzepts: Die Immobilien des ehemaligen Armeegebiets sollen langfristig vor allem abgerissen werden, um die Innenstadt zu stärken und wieder mehr Frischluft aus dem Gebirge in die Kernstadt zu bekommen. Bei der Verabschiedung der Pläne 2011 war von einer neuen "grünen Lunge"die Rede. Diese Idee könnte hinfällig sein. Zenker deutete an, dass es inzwischen auch andere Vorstellungen gibt, ohne konkret zu werden. Nach SZ-Informationen könnten die frei werdenden Flächen mit Einfamilienhäusern bebaut werden. Eine Ansiedlung von Industriefirmen schloss der OB dagegen aus. 

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