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Zivilprozess gegen Friseurinnen geht doch weiter

Mutter und Tochter sollen bei einer Haarverlängerung gepfuscht haben. Einen Vergleich lehnten sie ab.

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Der seit 2009 andauernde Zivilprozess gegen zwei Frauen aus einer Gemeinde bei Freital vor dem Amtsgericht Dippoldiswalde wird doch fortgesetzt.

Die Friseurin Denise G. und ihre Mutter Kerstin G. sollen im Juni 2008 die Haarverlängerung bei einer Dresdnerin verpfuscht haben. Die Filialleiterin eines Textilgeschäfts verklagte die beiden Frauen auf Schmerzensgeld.

Die Klägerin fordert mehr als 600Euro Schmerzensgeld und die Erstattung von Arztkosten. Einen richterlichen Vergleich über 800Euro haben die Friseurinnen jetzt abgelehnt. Mutter und Tochter beharren darauf, dass sie nicht für die umstrittene Haarverlängerung verantwortlich waren. Hätten sie den Vorschlag des Amtsgerichts angenommen, wäre der Prozess beendet gewesen.

Die Verhandlung sollte bereits im vorigen November fortgesetzt werden, wurde aber aus privaten Gründen verschoben. Im Monat zuvor wurden die blonden Friseurinnen in einem Betrugsprozess um dieselbe Haarverlängerung zu einer Geldstrafe von 6000 Euro verdonnert. Um einen Anspruch der Klägerin auf Schmerzensgeld abzuwehren, sollen sie falsche Tatsachen vorgespiegelt haben, lautete damals der Vorwurf.

Das Gericht stellte mit seinem Urteil auch fest, dass die Haarverlängerung stattgefunden hat. (skl)