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Zocker sind selten

Wofür die Menschen im Elbland Geld zurücklegen, sagt Waldemar Habicht (Foto), Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Meißen . Aktienpakete oder Sparbuch – wie risikobereit sind die Elbländer? Im Landkreis...

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Wofür die Menschen im Elbland Geld zurücklegen, sagt Waldemar Habicht (Foto), Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Meißen .

Aktienpakete oder Sparbuch – wie risikobereit sind die Elbländer?

Im Landkreis Meißen investieren die Sparer etwa 51 Prozent ihrer frei verfügbaren Mittel in die klassischen Anlageformen bei den Banken und Sparkassen – also in Sparbriefe, Einlagen oder Zertifikate. Etwa ein Viertel des Geldes wird in fest verzinsliche Wertpapiere, Aktien oder Investmentfonds angelegt. Der Anteil war vor dem Börsencrash im Jahr 2000 höher. Etwa 15 Prozent des Geldes steckt in Bausparverträgen und der Rest in Versicherungen.

Wofür sparen die Menschen am liebsten?

Die Deutschen sind sehr bodenständig - in erster Linie bestimmen Werte wie die eigene Gesundheit und die der Familie, eine gesicherte Altersvor-sorge sowie die eigenen vier Wände ihr Leben. Der Wunsch nach einer guten Ausbildung und einem sicheren Beruf steht ebenfalls an oberster Stelle. Das haben Umfragen des Deutschen Sparkassen und Giroverbandes ergeben.

Hat sich die Vorstellung von Sparen in den vergangenen Jahrzehnten geändert?

Wir gehen davon aus, dass etwa jeder zweite Bürger für seine Wünsche Geld zurücklegt. Das Thema ist also immer noch für viele Menschen sehr interessant. Trotzdem hat es Veränderungen gegeben: Heute gilt es oft auch als Sparen, sich ein Haus zu kaufen und dafür einen Kredit aufzunehmen.

Was haben Schulden mit Sparen zu tun?

Das ist eine Frage der Mentalität. Die einen legen 25 Jahre lang Geld zurück und leisten sich erst dann ein Haus. Die anderen kaufen die eigenen vier Wände gleich und zahlen sie nach und nach ab. Am Ende haben alle einen Vermögenswert geschaffen, beispielsweise als Altersvorsorge. Wichtig ist in jedem Fall, dass es eine gute Beratung gibt.

Gespräch: Claudia Parton