merken

Zoo hofft auf neue Pinguine

Bis Ostern könnten mehrere Tiere nach Dresden kommen. Ihre Vorgänger waren 2014 aus bisher unerklärlichen Gründen gestorben.

© Sven Ellger

Von Juliane Richter

Anzeige
Ein Wintermärchen in Lappland 

Meissen Tourist macht´s möglich und organisiert eine Reise in die Heimat des Weihnachtsmanns und ins Land der Rentiere. 

Die Pinguin-Haltung im Dresdner Zoo soll wieder verstärkt werden. Zoo-Kurator Matthias Hendel hofft, dass bis Ostern etwa acht Tiere nach Dresden kommen. Dafür hat er mehrere Zoos im In- und Ausland angefragt. Antworten hat er allerdings noch keine erhalten.

Sollten die Neulinge kommen, wagt der Zoo damit den zweiten Neustart innerhalb von zwei Jahren. Denn die Vergangenheit war bei der Pinguin-Haltung vor allem von unerklärlichen Todesfällen geprägt. Die ursprüngliche Gruppe von 30 Tieren war 2012 einer rätselhaften Seuche zum Opfer gefallen. Intensiv hatte der Zoo damals nach den Ursachen geforscht, jedoch keine eindeutige Antwort gefunden. 2013 war die beliebte Anlage neben dem Pinguincafé für etwa 20 000 Euro aufwendig saniert worden, und 16 neue Tiere waren angereist. Ein Teil der Gruppe kam aus Magdeburg, andere Tiere aus Pilsen. Bei deren Präsentation im Juli 2013 waren die Zoomitarbeiter positiv gestimmt, dass alle vermuteten Keime durch die Sanierung ausgemerzt waren und sich die Humboldtpinguine so gut akklimatisieren würden, dass auch die Zucht möglich sei. Doch statt des erhofften Nachwuchses sorgten die Tiere für betrübte Gesichter im Zoo. Denn schon zwei Monate später begann das Sterben von Neuem. Für mehrere Tausend Euro hat die Einrichtung damals nicht nur die Tierkörper von einem Pathologen untersuchen lassen, sondern auch das Wasser, die Umgebungsluft, die Futterfische und die Filteranlagen analysieren lassen.

Klar war nur, dass die Tiere an Keimen gestorben waren, die sich in den Lungen und dem Magen-Darm-Trakt niedersetzen. Laut Zootierarzt Dimitri Widmer sind das jedoch Keime, die häufig vorkommen und normalerweise nicht zu einer Erkrankung führen. Trotzdem starben 13 von 16 Tieren. Die drei Überlebenden erfreuen sich laut Kurator Matthias Hendel seitdem bester Gesundheit. „Sie sind topfit. Ganz so, als wäre nie etwas gewesen.“ Die drei sollen bevor die Neulinge anreisen, an einen anderen Zoo abgegeben werden. Ob das bei ihrer Vergangenheit gelingt, ist jedoch noch unklar. Auf alle Fälle wechselt der Zoo mittlerweile mehrmals im Jahr das Wasser in der Pinguinanlage. Das soll auch vor Ostern noch einmal passieren.

Sachsen wählt: Am 1. September ist Landtagswahl in Sachsen. Sie wissen noch nicht, wen Sie wählen? Der Wahl-O-Mat für Sachsen hilft Ihnen bei der Entscheidung! Alle Berichte, Hintergründe und aktuellen News zur Landtagswahl finden Sie gebündelt auf unserer Themenseite zur Landtagswahl in Sachsen.