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Zoo wehrt sich nach Tod von Pinguinen gegen Vorwürfe von Tierschützer

Nach dem Tod von 25 Pinguinen im Dresdner Zoo übt eine Tierschutzorganisation jetzt harte Kritik an der Zooleitung. Die Tierrechtsorganisation Endzoo spricht von Haltungsmängeln, weil die Todesfälle erst nach dem Umbau der Pinguin-Anlage auftraten.

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Nach dem Tod von 25 Pinguinen im Dresdner Zoo übt eine Tierschutzorganisation jetzt harte Kritik an der Zooleitung. Die Tierrechtsorganisation Endzoo spricht von Haltungsmängeln, weil die Todesfälle erst nach dem Umbau der Pinguin-Anlage auftraten. Die Abgabe der noch verbliebenen drei lebenden Pinguine bezeichnet die Organisation als „äußerst riskant und unverantwortlich“, da dies Stress verursache. „Kein Zoo der Welt nimmt Pinguine eines fremden Zoos auf, in dem fast 30 Individuen durch eine vermeintlich mysteriöse Krankheit starben, und riskiert damit eine tödliche Erkrankung seines eigenen Bestandes“, sagt Endzoo-Sprecher Frank Albrecht.

Zoo-Chef Karl-Heinz Ukena will sich zu den Anschuldigen nicht äußern. „Wir kennen Frank Albrecht seit Jahren, das ist ein selbsternannter Tierschutzexperte. Wir haben ihn mehrfach zu uns eingeladen, das lehnt er ab.“ Dennoch wehrt er sich gegen Kritik: „Wir führen den Zoo wissenschaftlich und verantwortungsvoll. Wir halten die Umquartierung für vernünftig“, so Ukena. Eine Tierärztin habe den Pinguin-Bestand begleitet. „Jetzt gibt es einen Neustart.“ Die Ursache für die Pilzerkrankung sei bis heute nicht klar. (SZ/fra)