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Döbeln

„Zschaitz soll selbstständig bleiben“

Mario Oehmigen kandidiert für den Gemeinderat. Vorher hat er aber die Zustimmung seiner Frau einholen müssen.

Mario Oehmigen tritt für die Freien Wähler der Gemeinde Zschaitz-Ottewig bei der Kommunalwahl an.
Mario Oehmigen tritt für die Freien Wähler der Gemeinde Zschaitz-Ottewig bei der Kommunalwahl an. © Dietmar Thomas

Zschaitz-Ottewig. Mario Oehmigen hat sich schon immer für sein Dorf interessiert. „Gemeinsam mit dem Bürgermeister kümmere ich mich um viele Sachen. Schon damals als Immo Barkawitz das Amt übernahm, wollte ich für den Gemeinderat kandidieren, habe mich aber dafür entschieden, im Sportverein weiter zumachen“, sagt der 46-Jährige.

Jetzt seien aber die Jüngeren gefragt. Er wolle dabei nicht nur die Interessen der Sportler vertreten. „Es geht um das gesamte Dorfleben“, so Oehmigen. Einige Mitglieder des jetzigen Gemeinderates hören auf, deshalb sei es wichtig, dass es nahtlos weitergehe. 

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Mario Oehmigen will sich dafür einsetzen, dass die Gemeinde Zschaitz-Ottewig so lange wie möglich ihre Selbstständigkeit behalten kann. „Wenn es aber nicht funktioniert, dann muss man schauen, was man Gutes in einen Zusammenschluss mitnehmen kann“, so Oehmigen.

Der Zschaitzer arbeitet als Kundendienstleiter bei einem Baumaschinenhändler. Dabei ist er in Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen unterwegs.

Seine Frau Annett hat er vorher gefragt, ob er den Vorsitz im Sportverein übernehmen oder für den Gemeinderat kandidieren soll. Sie habe für Letzteres plädiert. „Wir denken beide, dass man etwas bewegen kann.“ Im Sportverein, an dem sein Herzblut hängt, fungiert Oehmigen als Stellvertreter des Vorsitzenden André Wittig. 

Obwohl beruflich viel unterwegs, sei er abends fast immer zu Hause. Anfangs habe er nicht viel über seine Kandidatur geredet, sei aber von einigen Leuten angesprochen worden, und habe Zustimmung erfahren.

Oehmigen will sich dafür einsetzen, dass es in der Gemeinde vorangeht, dass das Vereinsleben angekurbelt wird, „dass wir wieder mehr zusammenwachsen.“ Es gebe überall Leute die alles machen, aber das kann nicht die Normalität sein. Ihm seien einige Schandflecke aufgefallen, die beseitigt werden müssten. Oehmigen spricht die Ruine gegenüber dem Gasthof an.

Er findet, dass die Anwohner noch zu wenig Anteil am Geschehen im Gemeinderat nehmen. „Dabei hat jeder das Recht, sich einzubringen oder in der Bürgerfragestunde Fragen zu stellen“, so der Zschaitzer. Wenn etwas nicht funktioniere, würden sich doch auch viele aufregen.

In seiner Freizeit spielt Mario Oehmigen Fußball bei den Alten Herren, geht wandern oder fährt Rad. „Alles was irgendwie mit Bewegung zu tun hat, weil die im Beruf zu kurz kommt.“