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Zu kalt zum Heiraten am 12. 12. 12?

Am 12. Dezember ist das letzte Schnapszahldatum für die nächsten neun Jahrzehnte. Doch wider Erwarten sind noch Hochzeitstermine frei.

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Wer Wert darauf legt, sich sein Hochzeitsdatum besonders gut merken zu können, heiratet am 12.Dezember 2012. Viele Paare haben die Gelegenheit genutzt und ihre Trauung auf den Dezembermittwoch gelegt. Schließlich ist es das letzte Schnapszahldatum für die nächsten 90 Jahre. Wider Erwarten sind jedoch nicht alle Hochzeitstermine im Elbland vergeben.

Radebeul ist bis aufs Letzte ausgebucht. Am zweiten Dezembermittwoch sind dort fünf Vermählungen geplant. Vier Trauungen finden auf dem Standesamt statt, eine auf Schloss Wackerbarth. „Schnapszahlen sind allerdings überbewertet“, sagt Ulrike Schröter vom sächsischen Weingut. Außerdem sei Mittwoch kein typischer Tag zum Heiraten. Die Leute würden das Wochenende bevorzugen.

Im Spitzhaus verhält es sich ähnlich. Dort findet am 12. Dezember eine Hochzeit statt. Geschäftsinhaber Michael Andreas betont, dass die Nachfragen für diesen Tag nicht exorbitant ausfielen. Die Villa Sorgenfrei hat für diesen Tag jedoch keine Reservierungen.

Im Standesamt Moritzburg ist noch gar kein Extra-Termin für den 12.12. vergeben. Dies hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass auf Schloss Moritzburg und im Fasanenschlösschen ab Oktober keine Trauungen mehr stattfinden.

Im Standesamt Meißen waren ursprünglich fünf Trauungen geplant, aber zwei Paare haben ihre Hochzeit auf 2013 verschoben. Von den drei Hochzeiten finden zwei auf der Burg statt. Viele trauen dem Wetter nicht, sagt die Pressesprecherin der Stadt Inga Skambraks. Auch Schloss Proschwitz hat keine Reservierungen für das Schnapszahldatum.

In Coswig geben sich zwei Brautpaare im Trauzimmer des Rathauses das Jawort. In Weinböhla ist eine Anmeldung zur Trauung im Rathaus eingegangen.

Beim letzten Schnapszahldatum, dem 11. November 2011 traute das Standesamt Meißen sechs Paare, Weinböhla eins und Radebeul brachte vier verliebte Pärchen unter die Haube.

Dabei haben auch Winterhochzeiten ihren Charme, sagt Ulrike Schröter. Man könne in Wackerbarth zum Beispiel gemütlich am Kamin sitzen.