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Zu viele Rezepte mit „brauner Soße“

Die Langebrücker wollen eine Straße nach der Kochbuchautorin Bertha Dißmann benennen. Den Linken geht das zu weit.

Soll die jetzige Planstraße B im neuen Langebrücker Wohngebiet „An der Heide“ nun Bertha-Dißmann-Straße heißen oder nicht? Darüber streiten schon seit mehreren Monaten Stadträte, Stadtverwaltung und Langebrücker. Anlass dazu gibt die politische Vergangenheit der bekannten Kochbuchautorin, die in Langebrück lebte.

Sie soll nach aktuellen Recherchen des Linken-Stadtrates Tilo Wirtz ideologisch den Nationalsozialisten nahegestanden haben. Ihre Vorworte unter anderem zum Koch- und Haushaltsbuch „Ratgeber für Herd und Haus“ würden das beweisen. In diesem huldige sie dem „großen Führer“ und „unserem Adolf Hitler“. In einer späteren Auflage des Ratgebers soll Dißmann Versorgungsengpässe beschönigt und bagatellisiert haben. Neben den bereits bekannten Schriften „Wer spart, hilft siegen“ und „Frauen, helft siegen“ von 1915 wurden von Wirtz in Kochbüchern von 1935 und von 1938 Vorworte entdeckt. Diese würden eine erneute Identifizierung der Autorin mit dem NS-Regime bestätigen. Deshalb halten die Linken Dißmann für einen Straßennamen untragbar.

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Am Donnerstag soll nun der Stadtrat entscheiden. Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) hat die Straßenumbenennung nach Bertha Dißmann erneut auf die Tagesordnung gesetzt. (kah/ td)