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Züge rollen wieder zweigleisig

Zwei neue 75 Tonnen schwere Brückenhälften wurden über die Dohnaische Straße verlegt.

Von Daniel Förster

Die neue Eisenbahnüberführung Dohnaische Straße in Pirnas Altstadt ist fertig. Seit Freitag läuft der Bahnverkehr auf dem Abschnitt wieder zweigleisig. Nach einem Jahr Bauzeit hat die Deutsche Bahn damit die Baustelle kurz vor dem Fahrplanwechsel planmäßig beendet. Damit ist nach 55 Jahren die Ära der alten „Krachbrücke“ an der Dohnaischen Straße zu Ende und es wird leiser. Die Konstruktion war nach dem Hochwasser 1957 gebaut worden und genügte nicht mehr den Anforderungen. Vor allem wurde sie einer immer höher werdenden Zugdichte nicht mehr gerecht, erklärt Projektleiter Horst Etzold.

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Parallel zu den Arbeiten an der Brücke hat die Sächsische Bau GmbH im Auftrag der Deutschen Bahn die Stützmauer am Bahndamm Grohmannstraße auf etwa 70 Metern Länge erneuert.

Im Dezember vor einem Jahr hatten Bauleute die bisherige Brücke zunächst provisorisch durch zwei Hilfsbrücken ersetzt. Zunächst hob am 26. Mai ein Autodrehkran die stadtseitige 16 Meter lange, 4,60 Meter breite und 75 Tonnen schwere neue Stahlkonstruktion ein. Mitte Oktober folgte dann die auf der Elbseite. Bis Mitte vergangener Woche bewerkstelligten Bauleute dort restliche Feinarbeiten im Gleisaufbau. Die neue Brücke, die den aktuellen Vorschriften eines Brückenbauwerkes Rechnung trägt, verringert die Durchfahrtshöhe von 3,90 auf 3,70 Meter.

Bis gestern hatte die Deutsche Bahn außerdem an den Gleisen in Höhe des Kanubootshauses durch das Hochwasser verursachte Schäden beseitigt. Die Flut hatte dort den Bahndamm aufgeweicht. Am letzten Bautag war dabei eine Stopfmaschine entgleist. Nach der Havarie wurde der Bauzug vom Technischen Hilfswerk wieder auf die Schienen gesetzt.