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Mit dem Zug ins tschechische Mallorca

Böhmen statt Ballermann: Ab Sonnabend fährt die Länderbahn wieder von Dresden nach Doksy. Was es kostet, und warum es sich lohnt.

Böhmen statt Ballermann: An heißen Tagen kann es am Stand im tschechischen Doksy schon mal eng werden. Aber auch, wer es ruhiger mag, findet am Machasee sein Fleckchen.
Böhmen statt Ballermann: An heißen Tagen kann es am Stand im tschechischen Doksy schon mal eng werden. Aber auch, wer es ruhiger mag, findet am Machasee sein Fleckchen. © www.doksy.de

Bautzen/Dresden. Seit Mitte Juni pendeln nach der Corona-Pause wieder Züge zwischen Dresden und der nordböhmischen Metropole Liberec. Wie schon in den vergangenen Jahren, endet auch in diesem Sommer sonnabends und sonntags ein Zug nicht in Liberec, sondern fährt weiter nach Doksy und zurück. Der Ferienort am idyllischen Machasee, umrahmt von Bergen und mit Blick auf eine alte Burg, gilt als das Mallorca Tschechiens. Wer Strandpartys mit Ballermann-Flair sucht, wird hier ebenso fündig wie der Romantiker in einer stillen Bucht.

So kommen Sie hin

Der Doksy-Express der Länderbahn fährt ab 4. Juli bis 30. August jeden Sonnabend und Sonntag 7.27 Uhr ab Dresden-Hauptbahnhof. Er hält unterwegs unter anderem in Radeberg, Bischofswerda, Wilthen, Oberoderwitz und Zittau. 9.29 Uhr erreicht der Zug den Bahnhof Liberec und hat dort bis zur Weiterfahrt nach Doksy 14 Minuten Aufenthalt.

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Genügend Zeit, um sich am Geldautomat oder in der Wechselstube in der Bahnhofshalle mit tschechischen Kronen einzudecken, denn am Strand von Doksy wird keine Zahlung in Euro akzeptiert. Der Zug endet 11.03 Uhr in Doksy. Laut Länderbahn gilt die Mund-Nasen-Schutzpflicht ab 1. Juli auf tschechischem Gebiet nicht mehr.

Fahrkarten gibt es außer im Vorverkauf auch beim Zugpersonal. Die Länderbahn empfiehlt ihr Tagesticket, es gilt auf der gesamten  Strecke zwischen Dresden und Doksy. Je nach Zahl der Reisenden kostet es zwischen 22 Euro für eine Person bis 50 Euro für fünf Personen. Kinder bis fünf Jahre fahren kostenlos mit, außerdem können bis zu drei Kinder zwischen sechs und 14 Jahren umsonst mitfahren.

Der Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (Zvon) empfiehlt sein Euro-Neisse-Ticket, das je nach Zahl der Reisenden zwischen 16 und 33 Euro kostet. Es gilt aber in Deutschland nur auf Zvon-Gebiet, konkret also ab Bischofswerda.

So steht es um das leibliche Wohl

Wer während der Zugfahrt etwas zu sich nehmen möchte, muss Essen und Trinken mitbringen. Wer nichts bei sich hat und unterwegs Hunger und Durst bekommt, kann während des Aufenthalts in Liberec immer noch den gut gefüllten Kiosk in der Bahnhofshalle ansteuern.

Vom Bahnhof Doksy bis zum Strand sind es, gemütlich gelaufen, etwa zehn Minuten Fußweg. Der Eintritt zum Strandbereich kostet 50 Kronen, umgerechnet knapp zwei Euro pro Person.

Entlang der Strandpromenade reiht sich eine Gaststätte an die andere. Wer auf Pizza, Pasta, Asia-Imbiss und Co. steht, findet diese Lokalitäten meist in der vordersten Reihe. Ein paar Meter dahinter, im Schatten, warten auch Gaststätten mit böhmischer Küche wie Schweinebraten mit Knödeln.  Getränke gibt es von Wasser bis zu Hochprozentigem, und wir wären nicht in Tschechien, flösse nicht Pivo aus einem Zapfhahn neben dem anderen.

So lässt sich der Tag verbringen

Natürlich können Sonnenanbeter den ganzen Tag am Strand braten, baden, Tretboot fahren oder auch ihren Körper beim Beachvolleyball zeigen - eben sehen und gesehen werden. Wer mehr sehen will, kann das am besten vom Schiff aus. Davon tuckern mehrere über den Machasee und legen unterwegs an einigen Stegen an, von wo aus Wanderungen möglich sind.

Den ganzen See auf einmal gibt es bei einer Rundfahrt. Die kostet nach Angaben der Reederei pro Person 120 Kronen, das sind umgerechnet etwa 4,50 Euro. Kinder und Senioren über 70 fahren ermäßigt mit. Wer vom Strand die nächstgelegene Anlegestelle sucht, sollte sich auf der Promenade rechts halten. Nach etwa zehn Minuten kommt der Steg in Sicht. Den Fahrpreis kassiert der Kapitän beim Zusteigen.

So kommen Sie zurück

16.57 Uhr startet der Zug zur Rückfahrt ab Doksy. Wer  vorher noch etwas Zeit und ein paar Kronen übrig hat, kann diese in der Bahnhofsgaststätte umsetzen - so etwas gibt es dort noch. Der Zug stoppt unterwegs wieder überall, wo er am Vormittag schon angehalten hat. 20.34 Uhr wird der Dresdner Hauptbahnhof erreicht.

So rollt es nach Polen

Ab 1. Juli fahren einige Züge der Länderbahn auch wieder über das Neiße-Viadukt in Görlitz in die polnische Schwesterstadt Zgorzelec. Dort besteht vorerst sieben Mal am Tag eine Umsteigemöglichkeit in moderne Elektrozüge nach Breslau. Außerdem fahren vom Bahnhof Görlitz mehrmals am Tag Züge in die Bautzener Partnerstadt Jelenia Gora (Hirschberg). In polnischen Zügen besteht weiterhin eine Mund-Nasen-Schutzpflicht.

www.reiseauskunft.bahn.de

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