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Zukunft des alten Taufbeckens ist weiterhin offen

Der Kirchenvorstand hat noch keine Entscheidung gefällt, ob der Taufstein restauriert oder komplett neu gestaltet wird.

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Von Jan Lange

Wird das alte Taufbecken restauriert oder ein komplett neuer Stein angefertigt? Diese Frage beschäftigt seit einigen Monaten die Kirchgemeinde von Mittelherwigsdorf. Das „letzte Wort“ hat der Kirchenvorstand. „Im Moment ist noch keine Entscheidung gefallen“, erklärt Pfarrer Ralf Isensee. Er ist allerdings sicher, dass im ersten Halbjahr 2009 darüber abschließend entschieden wird. Wie die Entscheidung am Ende ausgeht, ist auch für den Mittelherwigsdorfer Pfarrer eine offene Frage. „Ich kann bisher keine Tendenz im Kirchenvorstand erkennen“, so der Geistliche.

Kosten: 3000 bis 4000 Euro

Unter den Mitgliedern der Kirchgemeinde ist die Mehrheit für eine Neuanschaffung. Dies ergab zumindest eine Umfrage im vorigen Jahr. „Mehr Leute sprachen sich für einen neuen Stein aus“, sagt Pfarrer Isensee. „Diejenigen, die lieber das alte Becken restaurieren wollen, haben dies dafür ausführlicher begründet“, sagt der Seelsorger. Mit der Umfrage wollte sich der Kirchenvorstand ein Bild darüber verschaffen, wie die Kirchgemeinde über die Frage des Taufbeckens denkt. An das Ergebnis ist das Gremium aber nicht gebunden.

Finanziell gesehen, macht es keinen großen Unterschied, ob der alte Stein restauriert oder ein neuer angefertigt wird. „In beiden Fällen kostet es etwa 3000 bis 4000Euro“, erklärt Pfarrer Isensee auf Grundlage erster Angebote. Diese Summe hat die Kirchgemeinde bereits zusammen. Dank einer Sammelaktion im Vorjahr. „Die Sammlung wurde sehr breit aufgenommen“, freut sich der Mittelherwigsdorfer Gottesmann.

Finanzielle Gründe spielen also keine Rolle bei der Entscheidung des Kirchenvorstandes. Es sei eine grundsätzliche Entscheidung. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wird mit ihr aber nicht zu rechnen sein. Derzeit ist die Kirchgemeinde nämlich mit der Vorbereitung der Visitation des Superintendenten im März beschäftigt. Andere Dinge werden auf die Zeit danach verschoben. Pfarrer Isensee ist allerdings überzeugt, dass das Vorhaben Taufbecken noch in diesem Jahr umgesetzt wird.