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Zukunft vom Kulturhaus ist offen

Die Beiersdorfer wollen nicht für die Sanierung zahlen. Nun äußert sich der Bürgermeister.

Von Carina Brestrich

Wie geht es weiter mit dem Schützenhaus in Beiersdorf? Nach der großen Abstimmung vorige Woche wird diese Frage die Gemeinde wohl noch länger beschäftigen. Die Beiersdorfer hatten mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit entschieden, dass sie sich an einer Sanierung des Schützenhauses mit eigenen Beiträgen nicht beteiligen wollen. Die je nach Grundstücksgröße variierenden Beiträge wären nötig, um Fördermittel für die Sanierung des maroden Veranstaltungshauses zu bekommen. Diese kostet schätzungsweise 520 000 Euro. 25 Prozent davon müssten die Beiersdorfer selbst beisteuern.

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Bürgermeister Matthias Rudolf (parteilos) bedauert, dass sich die Grundstückseigentümer und Erbbauberechtigten gegen dieses Finanzierungsmodell ausgesprochen haben. „Für die Gemeinde wäre dies eine große Chance gewesen“, sagt Rudolf. Die Möglichkeit, Fördermittel in dieser Größenordnung zu bekommen, gebe es nun vorerst nicht mehr. Wie es weitergeht, bleibt vorerst offen. „Alle beteiligten Gremien müssen sich nun erst mal eine Meinung bilden“, sagte Rudolf in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates.

Nach der Abstimmung hatte es Kritik am Abstimmungsverfahren selbst gegeben. So bemängelten die Grundstückseigentümer, dass auf dem Stimmzettel eine Unterschrift zu leisten und die Abstimmung deshalb nicht geheim war. Das Verfahren sei so vom Amt für Flurneuordnung festgelegt worden, sagte Rudolf. Es habe sich bei der Abstimmung um keine Wahl gehandelt. „Der Datenschutz wird außerdem in jedem Fall gewahrt.“