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ZukunftderGemeinde entscheidet sich 2009

Herr Thiele, Sie sind nun seit einem halben Jahr Bürgermeister. Wie ist Ihr Start verlaufen? Die Geschäfte sind relativ reibungslos von meiner Vorgängerin Kerstin Tröger auf mich übergegangen. Natürlich hatte ich mehr Probleme als jemand, der schon lange in der Gemeinde wohnt.

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Herr Thiele, Sie sind nun seit einem halben Jahr Bürgermeister. Wie ist Ihr Start verlaufen?

Die Geschäfte sind relativ reibungslos von meiner Vorgängerin Kerstin Tröger auf mich übergegangen. Natürlich hatte ich mehr Probleme als jemand, der schon lange in der Gemeinde wohnt. Aber die Ortsteile hatte ich schon im Wahlkampf gut kennen gelernt.

Was waren die größten Erfolge im zu Ende gehenden Jahr?

Die ausgebaute Ortsdurchfahrt in Treugeböhla, die grundhafte Sanierung der Kita Strauch und die Zahnarztpraxis im alten Schloss, die wir am 12. Januar 2009 einweihen wollen. Und natürlich auch die Generalüberholung der Kita Storchennest. Die wird uns aber auch im nächsten Jahr noch beschäftigen.

Und was ist nicht geworden?

Beim Straßen und Wegebau hätten wir noch zulegen können. Ich denke, dass uns das im nächsten Jahr gelingt. Planungen für einige Projekte haben wir schon.

Thema Barockgarten: Wollen Sie die Eigentumsfrage lösen?

Ja, das steht auf meiner Prioritätenliste ganz oben. Dazu werde ich im kommenden Jahr mit der Deutschen Bahn AG verhandeln. Es ist wirklich bedauerlich, dass es 2007 nicht gelungen ist, den Park für einen symbolischen Euro zu kaufen.

Wie wird es in Sachen Verwaltungsstruktur weiter gehen?

Ich hoffe, dass sich auf diesem Gebiet im nächsten Jahr einiges entscheiden wird. Sicher wird die Wahl des neuen Gemeinderates dabei eine wichtige Rolle spielen, denn der Rat muss ja letztlich die künftige Verwaltungsstruktur beschließen. Ich habe in diesem Jahr erste Gespräche mit den Bürgermeistern der Gemeinden geführt, die für ein Zusammengehen in Frage kommen. Natürlich müssen wir dabei immer die Bürgerentscheide beachten.

Zur Wahl sind Sie mit dem Ziel angetreten, die zerstrittenen Zabeltitzer zu einen. Ist Ihnen das schon gelungen?

So zerstritten sind die Leute doch gar nicht. Ich bin hier gut aufgenommen worden und habe die Zabeltitzer als zugänglich erlebt. Zwar habe ich mir auch harte Worte anhören müssen, aber die hingen mit früheren Zeiten zusammen. Nein, ich habe wirklich den Eindruck, dass die Bürger ordentlich mit einander umgehen.

Was gibt es sonst noch für Pläne für 2009?

Wir wollen eine Radwegverbindung ins Brandenburgische schaffen und beim Tourismus mit den Nachbarn enger zusammenarbeiten. Auch in Richtung Großenhain soll ein Radweg entstehen. Das ist Bestandteil des Radwegekonzeptes des Landkreises. Außerdem haben wir die Vorplanung für die Sanierung der Grundschule begonnen. Dabei sollen die Lehrer und Eltern einbezogen werden.

Gespräch: Jörg Mosch