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Zum Kaffeeverkosten in die Töpferei

Es ist schon wieder soweit: Frühlingsausstellung bei Thunigs. Dabei läuft die Espressomaschine heiß, verspricht der Chef.

Von Constanze Knappe

In der Frühlingssonne einen Kaffee trinken, für viele Menschen ist das Lebensgefühl. Das Wetter kann Familie Thunig in Schmölln nicht beeinflussen, einen leckeren Kaffee anbieten schon. Den kann man sich am Wochenende zur Frühlingsausstellung in der Töpferei Thunig schmecken lassen, wenn Maranke Thunig Kaffeespezialitäten ausschenkt. Die 35-Jährige hat sogar einen sogenannten Barista-Schein, ein Zertifikat für professionelle Kaffeeköche. Als solche qualifiziert hat sich die gebürtige Holländerin in der Zeit ihres Design-Studiums in Dänemark. In Kopenhagen betreibt sie eine Keramik-Werkstatt und einen Laden, in dem sie auch Erzeugnisse anderer Töpfereien, erst recht aus der ihres Mannes Thomas aus Schmölln, verkauft.

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Kennengelernt haben sich die beiden auf einem Töpfermarkt in Österreich. Seit 2008 sind sie ein Paar. Seitdem pendelt Maranke, lebt die eine Hälfte des Monats in Dänemark, die andere hier. „Das hält die Liebe frisch“, schmunzelt Thomas Thunig. Noch könnten beide gut damit umgehen. Gestern Abend kam Maranke Thunig nach Schmölln. Wie ihr Mann freut sie sich auf die Frühlingsschau, auf den Kaffeeklatsch bei Live-Musik mit dem Gitarren-Duo „pocoApoco“ aus Bischofswerda.

Auftakt für lange Saison

Zum 16. Mal lädt die Töpferei Thunig dazu ein. Ursprünglich war die Schau der Start in die neue Saison. Zwar gibt es seit einigen Jahren im März den Tag der offenen Töpfereien, an dem man auch die Schmöllner Werkstatt besichtigen kann, das ändert aber nichts an der Frühlingsausstellung, sagt Thomas Thunig. Die fand schon immer kurz vor Ostern statt. „Viele Menschen verbinden mit diesen Feiertagen eine Aufbruchstimmung. Jeder hat wieder Lust auf draußen“, so der 43-Jährige. „Man beginnt wieder in Haus und Garten zu werkeln und merkt an der einen oder anderen Ecke, dass man ein neues Pflanzgefäß gebrauchen könnte“, fügt er hinzu. Zur Frühlingsschau werden die neuesten präsentiert, wie auch Frühlingsväschen. Kleine Vasen für eine abgebrochene Tulpe oder ein Maiglöck-chen etwa. Die vier Lehrlinge werden mit Kindern in der Werkstatt basteln.

Der Kaffee wird am Wochenende natürlich in Thunigs Keramiktassen ausgeschenkt. Seit acht Jahren werden die mit mediterranen Motiven gefertigt. Die Idee dazu entstand bei einem Urlaub in der Toskana. „Die Farben und Motive bringen eine mediterrane Stimmung auf den Frühstückstisch“, sagt der Töpfermeister. Damit könne man sich den Urlaub zu Hause noch ein bisschen verlängern. Die mediterrane Lebensart wurde auch hierzulande zum Trend. Seither gesellte sich zu den Kaffeetassen deshalb eine ganze Geschirrserie.

Die Frühlinsschau bildet den Auftakt in die Töpfersaison, die bis Weihnachten geht. Zu 30 Märkten werden die zehn Mitarbeiter unterwegs sein. In England zum Beispiel. „Das war vor Jahren ein echtes Abenteuer“, sagt Thomas Thunig. Und dass die Engländer begeisterte Keramik-Käufer sind. Die Töpferei wird man ebenso auf Märkten in den Niederlanden, Österreich, Tschechien und in ganz Deutschland antreffen. In Neukirch und Elstra sowieso. „Die Märkte sind für uns wichtig. Nicht nur wegen des Geschäfts. Es entstanden Freundschaften mit anderen Töpfern, deshalb freuen wir uns auf die Treffen“, sagt Thomas Thunig. Einige Märkte wird er mit seiner Frau Maranke anfahren.

Frühlingsausstellung in der Töpferei Thunig: Schmölln, Dorfstraße 22, Sa. 12-20 Uhr, So. 12-18 Uhr.