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Zurück zur Natur

Shirley MacLaine mischt auch mit 80 weiter kräftig mit – als Schauspielerin, Autorin und New-Age-Aktivistin.

© dpa

Von Barbara Munker

Der einst feuerrote Haarschopf hat ein paar graue Strähnen, doch 80 Lebensjahre sind Shirley MacLaine nicht anzumerken. Hollywoods Multitalent, das heute runden Geburtstag feiert, dreht, schreibt und steckt weiter Preise ein. Von Ruhestand will sie nichts wissen. In diesem Jahr war sie in der Fantasy-Komödie „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“ auf der Leinwand zu sehen.

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US-Präsident Barack Obama überreichte der Oscar-Preisträgerin im vorigen Dezember eine weitere Trophäe, den renommierten Kennedy-Preis für ihr Lebenswerk. Einen Monat zuvor hatte MacLaine ihr dreizehntes Buch vorgestellt. In „What If …“ sinniert die Esoterik-Autorin über Lebensfragen, auch über das Alter.

In ihrer 60-jährigen Karriere war MacLaine Liftgirl und verstimmte Geliebte, Pariser Prostituierte mit Hund und Herz, lesbische Freundin und alternde Klavierlehrerin. In Dutzenden Hollywood-Rollen verkörperte sie oft die leicht chaotische, aber charmante Nudel, lebenslustig, manchmal zickig, ein wenig überspannt, aber immer liebenswert.

Alfred Hitchcock hatte die Schauspielerin 1954 am Broadway erlebt und umgehend für seine schwarze Komödie „Immer Ärger mit Harry“ verpflichtet. Fortan war sie eine der begehrtesten Komikerinnen jener Zeit und wurde mit Filmpreisen überhäuft. Doch es vergingen 30 Jahre, bis ihr nach mehreren Anläufen 1984 für die Hauptrolle der kratzbürstigen Mutter Aurora in „Zeit der Zärtlichkeit“ endlich auch ein Oscar verliehen wurde. Es war ihre fünfte Oscar-Nominierung als Hauptdarstellerin. „Das habe ich verdient“, sagte sie triumphierend auf der Bühne nach Empfang des goldenen Jungen.

Doch ihr Leben spielte sich nicht nur vor der Kamera ab. In den 60er-Jahren engagierte sich MacLaine in der Bürgerrechtsbewegung, für die Gleichberechtigung der Frau und gegen den Vietnamkrieg. Als Regisseurin drehte sie 1973 einen Dokumentarfilm in China, der für einen Oscar nominiert wurde. Inzwischen redet die New-Age-Aktivistin lieber über Sinnfragen und Außerirdische. „Wenn ich mir etwas für die Zukunft wünschen dürfte, wäre es, dass wir Menschen uns vom Materialismus abkehren und uns wieder mehr der Natur zuwenden.“ (dpa)