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Zurückhaltender Kandidat

Auf der Suche nach einem neuen Frauen-Bundestrainer ist Alexander Waibl im Gespräch. Der hat einen Fürsprecher.

© Robert Michael

Von Michaela Widder

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Knobloch stürmt weiterhin für die Eislöwen

Auch in der kommenden Saison wird Stürmer Tom Knobloch das Trikot der Blau-Weißen tragen.

Für Zoran Nikolic ist die Sache klar. Hätte der Trainer der kürzlich aus der 1. Liga geflogenen CHV-Männer im deutschen Volleyball etwas zu sagen, er wüsste, wer sein Wunschkandidat für den Bundestrainerposten der Frauen ist: „Ich bin für Alex“, sagt Nikolic und meint damit Alexander Waibl vom Dresdner SC. „Hinter ihm stehen sehr gute Ergebnisse, Leistungen und das schon über einen längeren Zeitraum“, erklärt der Serbe: „Alex arbeitet akribisch, er ist ein Volleyball-Verrückter, und ich finde, es sollte ein deutscher Trainer für diesen Posten engagiert werden.“

Wegen eines Vertrauensverlustes hatte sich der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) Anfang des Monats von Giovanni Guidetti getrennt und ist nun auf der Suche nach einem Nachfolger für den Italiener. Waibl wurde vom Fachmagazin zum Kandidaten gekürt, hält sich selbst bei dem Thema jedoch bedeckt: „Zu meiner sportlichen Zukunft werde ich mich derzeit nicht äußern“, erklärte er gestern. Der 46-Jährige hat stattdessen seinen Fokus auf das nächste Champions-League-Heimspiel morgen 19.30 Uhr gegen LP Salo gerichtet. Gegen die Finnen siegte der DSC im Hinspiel 3:2, eine Wiederholung ist erwünscht.

Ohne jegliche Praxis harrt derweil Kollege Nikolic in Dresden aus. Nach der Insolvenz wartet er wie seine Spieler noch immer auf die Monatsgehälter seit November. Am Job beim DVV ist er allerdings nicht interessiert, obwohl er nun Zeit und einst in Münster auch schon Bundesligaerfahrung mit Frauen gesammelt hat. „Ich suche lieber nach einem guten Verein in Deutschland“, erklärt er und philosophiert mehr im Spaß: „Wenn Alex Bundestrainer wird, dann interessiert mich der DSC.“

Der Verein selbst hat großes Interesse, die Zusammenarbeit mit Waibl fortzusetzen. Der Vertrag läuft zum Saisonende aus. „Wir sind in guten Gesprächen über eine Verlängerung“, sagt Vorstandsvorsitzender Jörg Dittrich. „Wir würden ihm keine Steine in den Weg legen, aber haben natürlich die Hoffnung, dass er bei uns bleibt.“ In den nächsten Wochen werde eine Entscheidung dazu fallen.

Bis Anfang März soll die Personalie auch im Verband geklärt sein. „Anfragen von hochkarätigen ausländischen Trainern“ habe es bereits gegeben, wie Vizepräsident Michael Evers betont, doch der DVV habe „selbst einige im Auge, auch auf dem deutschen Markt.“ Mit Guidettis bisherigem Assistenten Felix Koslowski sind erste Gespräche geführt worden. Der 30-Jährige ist zurzeit Coach in Schwerin.

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