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Zusatzschilder verhindern Irrfahrten

In Tetta hat die Gemeinde jetzt Orientierungshilfen angebracht. Bürger ließen nicht locker.

Das ist doch mal eine gute Nachricht, freut sich Hans Zieschank aus Tetta. Der Bauhof der Gemeinde Vierkirchen hat Orientierungshilfen an der Straße angebracht. Orts-unkundige haben es nun leichter, eine gesuchte Hausnummer zu finden.

Darauf haben viele Einwohner schon gewartet. Im vorigen Jahr erst hatte sich Herr Zieschank mit seinem Anliegen an den Bürgermeister der Gemeinde Vierkirchen gewandt und um die Beseitigung dieses Missstandes gebeten. „Der Bürgermeister hat eine Lösung zugesagt und Wort gehalten“, sagt der Tettaer.

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Über so manche längere Irrfahrt konnten in der Vergangenheit sehr viele Einwohner aus dem kleinen Ort berichten. Nicht alle Häuser mit erkenntlichen Hausnummern befinden sich an der durchgehenden Dorfstraße. Sie waren deshalb bisher nur auf Nachfrage zu finden.

Bei Dienstleistern, die manchmal eine Odyssee hinter sich hatten, bis sie das gewünschte Ziel erreichten, war das noch verschmerzbar. Besonders kritisch wurde das alles aber dann, wenn der Einsatz von Rettungsdiensten gefragt und jede Minute kostbar war. „Es lässt sich mittlerweile eine Reihe von Fällen aufzählen, wo Rettungsdienste wertvolle Zeit zur Hilfeleistung verloren haben“, berichtet Hans Zieschank. Seine Familie hatte es im vorigen Jahr selbst betroffen.

Deshalb setzte sich der Rentner auch so für eine Lösung ein. Er hatte 2012 für seine Frau über die Telefonnummer 112 den Rettungsdienst anfordern müssen. Dieser meldete sich dann plötzlich telefonisch, als er vor dem Gasthaus in Tetta stand. Der Fahrer bat um eine Wegerklärung zum Grundstück. Herr Zieschank stellte sich dann schon an die Straße, um das Fahrzeug einzuweisen. Das Gleiche passierte dann noch einmal etwas später, als der Notarzt vor Ort eintraf. In Zeitalter von Navigationsgeräten unvorstellbar. Aber: Normale Rettungswagen (mit Ausnahme von einigen wenigen großen Wagen) und die Fahrzeuge der Notärzte haben in unserem Einzugsgebiet in der Normausstattung keine Navigationsgeräte, erzählt Hans Zieschank.

Sein Vorschlag, an den Weg- und Straßeneinmündungen Hinweisschilder mit den zutreffenden Hausnummern aufzustellen, wurde inzwischen gehört. In anderen Gemeinden wird das auch schon so praktiziert. (SZ)