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Busgeld trotz Homeschooling

Viele Eltern hatten auf eine Rückerstattung der Beträge gehofft. Am Freitag entscheidet der Verband über neue Tarife.

Am Freitag entscheidet die Verbandsversammlung über die neuen Ticketpreise im Gebiet des Verkehrsverbundes Mittelsachsen.
Am Freitag entscheidet die Verbandsversammlung über die neuen Ticketpreise im Gebiet des Verkehrsverbundes Mittelsachsen. © Dietmar Thomas

Mittelsachsen. Noch immer lernen die meisten Schüler aufgrund der anhaltenden Corona-Krise die meiste Zeit zu Hause. Die Schulbusse bleiben daher in den meisten Fällen leerer als sonst. Bezahlt werden müssen die Bustickets aber trotzdem. „Bezüglich der Elternanteile gibt es keine Rückzahlung“, stellte nun Falk Ester, Sprecher der Zweckverbandes Verkehrsverbund Mittelsachsen, auf Nachfrage von Sächsische.de klar.

Grund hierfür sei die Schülerbeförderungssatzung. Jene lasse eine Rückerstattung der Gebühren nicht zu. Ester beruft sich dabei auf die aktuelle Fassung der Satzung, die am 15. Dezember 2017 von der Verbandsversammlung beschlossen worden ist. „Rechtlich ist entscheidend, dass der ZVMS auf Antrag in der Regel für ein gesamtes Schuljahr die Beförderung und Übernahme der notwendigen Beförderungskosten auf dem Schulweg genehmigt“, so Ester.

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Der festgelegte Eigenanteil, den die Eltern zahlen müssen, werde dabei unabhängig von der Art des Verkehrsmittels, den Unterrichtstagen sowie von der tatsächlichen Beförderung erhoben. Aus juristischer Sicht habe der Zweckverband daher keine andere Wahl.

Pro Schuljahr kostet eine Schülerverbundkarte für den ZVMS insgesamt 440 Euro. Die Höhe des Eigenanteils, den die Eltern für ein berechtigtes Kind pro Schuljahr zahlen müssen, liegt bei 112,50 Euro. „Das deckt nur 25 Prozent der dem ZVMS entstehenden Ticketkosten“, erklärt Ester.

Entscheidung über Tarifanpassung

Am Freitag trifft sich die Verbandsversammlung zur nächsten Sitzung in Chemnitz. Dann steht auch die Tariferhöhung wieder auf der Tagesordnung.

Diese sollte eigentlich zum 1. August umgesetzt werden. Im Schnitt steigen die Preise im Verbandsgebiet um vier Prozent. Die Preise für die Schülerbeförderung sollen jedoch bleiben, sagt Falk Ester. Für die Tarifanpassung hätte die Verbandsversammlung im März einen entsprechenden Beschluss fassen müssen. Aufgrund der Corona-Krise war die Sitzung des Gremiums allerdings ausgefallen. Und damit auch die Preiserhöhung.

Auf der Tagesordnung der Sitzung stehen zudem das Erzgebirgsnetz, das Chemnitzer Modell sowie der grenzüberschreitende Busverkehr nach Tschechien. Auch die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Verband werden laut Ester zur Sprache kommen.

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