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Zwei Adventstage reichen aus

Tagesgespräch mit Jürgen Heid

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Wenn die Stadt grünes Licht gibt, könnten die Geschäfte an den Adventssonntagen öffnen. Was bedeutet das für den innerstädtischen Handel?

Es ist sicherlich nicht sinnvoll, die möglichen vier verkaufsoffenen Sonntage alle in die Adventszeit zu verlegen. Wir werden beim bewährten Frühlings- und Herbstfest bleiben. Dennoch: Die Adventszeit ist die umsatzstärkste Zeit im Einzelhandel. Gerade die Kunden, die sonst Einkaufsmuffel sind oder während der Woche keine Zeit zum Einkaufen haben, sind dann zu gewinnen.

Sie appellieren also an Oberbürgermeister und Stadtrat, nicht alle Adventssonntage zur Öffnung freizugeben?

Da wir schon zwei verkaufsoffene Sonntage dieses Jahr hatten, dürften auch nur noch weitere zwei möglich sein. Sonderöffnungszeiten freizugeben, bei denen eine professionelle Organisation, Werbung und die überwiegende Teilnahme der Händler nicht gewährleistet ist, wäre völlig kontraproduktiv für unser Anliegen, Görlitz als Einkaufsstadt zu entwickeln. Das würde ein schlechtes Bild auf den Görlitzer Einzelhandel werfen und das schon Erreichte zerstören.

Was bringt das für die Region?

Gut organisiert und intensiv im Umkreis von 50 Kilometern beworben, wird uns das nachhaltig deutliche Umsatzzuwächse bringen, und uns zunehmend als die Einkaufsstadt in der Region etablieren.

Gespräch: Varinia Bernau