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Zwei blaue Riesen für bessere Energie

Im Rothenburger Martinshof läuft seit einer Woche ein neues Blockheizkraftwerk. Als erster Baustein eines größeren Projekts.

Von Katja Schlenker

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Es brummt. So als würde ein Lkw mitten auf dem Gelände des Martinshofs in Rothenburg stehen. Seit einer Woche läuft hier das neue Blockheizkraftwerk auf dem Gelände des Diakoniewerks. Und dieses wird mit Lkw-Motoren betrieben. Kurz bevor es anfängt zu brummen, haben die beiden Martinshof-Vorstände Petra-Edith Pietz und Robert Dünnbier auf den entscheidenden Knopf der Anzeige gedrückt. So laufen die beiden modernisierten Module nach einigen Wochen des Probebetriebs nun auf vollen Touren. Jeweils hundert Kilowatt an Leistung werden in jedem der blauen Riesen erzeugt. Doch nicht nur Wärme zum Heizen der zahlreichen Gebäude auf dem Gelände wird hier erzeugt. Auch Elektroenergie entsteht im Blockheizkraftwerk. Diese soll künftig vom Martinshof genutzt werden. Dadurch ist das Unternehmen relativ unabhängig bei der Energie- und Wärmeversorgung. Mit den neuen Modulen können auch die Küchenbetriebe an dieses System angeschlossen und mit dem eigenen Strom versorgt werden. Die alten Blockheizkraftwerke sind Ende 2014 abgeschaltet worden. Parallel dazu wurden die neuen Module installiert. „Ich hoffe, dass sie so lange halten wie die der alten Anlage“, sagt der kaufmännische Vorstand, Robert Dünnbier.

Das neue Blockheizkraftwerk ist der erste Meilenstein des Rothenburger Diakoniewerks auf dem Weg, das erarbeitete Energiekonzept umzusetzen. Damit das funktioniert, hat der Stadtrat im Jahre 2012 das Areal an der Mühlgasse zum städtischen Quartier deklariert. Außerdem sind einzelne Punkte mit den Plänen der Stadtverwaltung abgeglichen worden. Diese ist ebenfalls stets bestrebt, Energie in der Kommune einzusparen.

Der Martinshof hat sich an das Energiekonzept gewagt, um Chancen und Risiken auf dem Weg zu einer nachhaltigen und ökologisch beispielhaften Energieversorgung zu untersuchen. Es geht auch darum, am Ende Energiekosten einzusparen. In weiteren Schritten sollen Gebäude energetisch saniert werden, wenn es möglich ist. Auch Elektroautos sollen verstärkt genutzt werden. Der Strom ist quasi eine Art Abfallprodukt des Blockheizkraftwerks. Er bleibt übrig, wenn die Wärme erzeugt wird. Ob es dem Martinshof gelingt, bei der Stromversorgung ebenso autark zu werden wie bei der Wärmeversorgung, muss sich zeigen, sagt Robert Dünnbier. Der Anfang ist zumindest gemacht.

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