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Zwei Frauen möchten für die AfD Landrätin werden

Die Partei entscheidet darüber aber erst am 11. Juli. Ein Landtagsabgeordneter ist auch noch nicht aus dem Rennen.

Der Meißner Landrat Arndt Steinbach übergibt dem Sanitätsdienst der Johanniter die Medaille des Landkreises als Anerkennung. Sein Job wird ab Ende August frei. Bisher gibt es drei nominierte Bewerber und zwei namentlich bekannte.
Der Meißner Landrat Arndt Steinbach übergibt dem Sanitätsdienst der Johanniter die Medaille des Landkreises als Anerkennung. Sein Job wird ab Ende August frei. Bisher gibt es drei nominierte Bewerber und zwei namentlich bekannte. © Claudia Hübschmann

Meißen. Nach der Entscheidung der CDU für den Zeithainer Bürgermeister Ralf Hänsel geht die Suche nach aussichtsreichen Landrats-Kandidaten bei den anderen Parteien weiter. Dabei haben alle das gleiche Problem: Geeignetes Personal ist knapp.

Die AfD steht  dabei noch vor einer besonderen Herausforderung. Sie könnte mit Landtagsabgeordneten, beispielsweise Carsten Hütter aus Riesa, ins Rennen gehen, verliert aber im Erfolgsfall dann dieses Landtagsmandat. Grund: Sie verfügt per Gerichtsbeschluss über keinen Nachrücker mehr. Sicherlich auch deshalb hält sich der Andrang von Bewerbern bei der AfD in Grenzen.

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Wie sächsische.de aus Parteikreisen erfahren hat, haben sich jetzt zwei Frauen als Kandidatin für die Landratswahl in Meißen beworben. Die eine ist die Leipziger Pianistin Olga Gollej, gebürtig in Kasachstan. Sie steht dem Musiker und sächsischen AfD-Vorstandsmitglied Matthias Moosdorf nahe. Moosdorf war einst enger Vertrauter von Frauke Petry, soll aber heute im rechten Flügel der AfD verankert sein.

Kirste: "Legen Wert auf berufliche Erfahrung"

Die zweite Bewerberin ist nach den SZ-Informationen Kirsten Wodniok aus Meißen. Sie steht dem umstrittenen Ex-CDU-Stadtrat Jörg Schlechte nahe, ist aber selbst nicht CDU-Mitglied. Nach Auskunft vom AfD-Landtagsfraktionssprecher Andreas Harlaß ist noch keine Entscheidung für die Landratskandidatur gefallen. Das soll auf einem Parteitag des Kreisverbandes am 11. Juli passieren. Der Meißner AfD-Landtagsabgeordnete Thomas Kirste sagte: "Es steht jedem frei, sich für diese Kandidatur zu bewerben. Wir legen aber Wert auf berufliche Erfahrungen im Verwaltungsbereich."

Wie aus Parteikreisen weiter zu hören ist, sieht die AfD in der CDU-Nominierung von Ralf Hänsel ein kleineres Problem. "Wenn es Sebastian Fischer geworden wäre, dann wären die Fetzen im Wahlkampf geflogen", sagte ein Parteimitglied. Zuletzt hatte der AfD-Landtagsabgeordnete Carsten Hütter seine Entscheidung über eine Kandidatur noch offen gelassen.

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Das linke Lager ist noch auf der Suche nach einem gemeinsamen Kandidaten. Die Grünen haben zunächst Elke Siebert, eine Arbeitsagentur-Managerin aus Radebeul, nominiert, die Linken ihre junge Landtagsabgeordnete Anna Gorskih. Bei der SPD soll das Thema Landrats-Kandidatur zum Kreisvorstand am 15. Juli behandelt werden.

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