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Zwei Wochen Bauverzug

Beim Bau der S 36 gab es Probleme mit Wasser. Trotzdem ist der erste Teil der Straße fertig, die Baustelle zieht um.

Von Tina Soltysiak

Frischer Asphalt ist auf der Staatsstraße 36 zwischen Minkwitz-Siedlung und Queckhain bereits zu sehen. In diesem Bereich sind die umfangreichen Sanierungsarbeiten der Straße zwischen dem Kreuz Hartha und Leisnig im Auftrag des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, kurz Lasuv, abgeschlossen. Das jedoch später als ursprünglich geplant. „Die Regenfälle im August haben dazu geführt, dass Wasser in die unterliegenden Grundstücke und Gärten gelaufen ist“, sagt Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU). Das Problem musste zunächst behoben werden, bevor die Arbeiten weitergehen konnten. „Der Kanal bis Gersdorf, den der Abwasserzweckverband parallel zu den Straßenarbeiten verlegt hat, ist fertig“, ergänzt Tobias Goth, der gleichzeitig Verbandsvorsitzender des Abwasserzweckverbandes Leisnig ist. Zudem werde aktuell ein Straßendurchlass gebaut. „Der Schacht steht zirka zehn Meter von der Straße entfernt. Deshalb müssen im Straßendurchlass 20 bis 30 Meter Kanal bis zum Standort der Gruppenkläranlage verlegt werden“, erklärt er. Diese Arbeiten sollen noch in diesem Jahr zum Abschluss kommen.

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Unfallschwerpunkt entschärfen

Das gesamte Straßenstück zwischen Minkwitz-Siedlung und den Pfarrhäusern ist betoniert. In diesem Bereich sind noch einige Restarbeiten erforderlich. „Der Radweg muss gebaut und die Bankette hergerichtet werden“, sagt Bürgermeister Goth.

In den nächsten sechs Wochen wird die Ortslage Pfarrhäuser gebaut. Auf Leisniger Flur geht es erst Mitte Oktober weiter. „Dann erfolgt die Neutrassierung der Strecke zwischen Minkwitz-Siedlung und Minkwitz“, erklärt Tobias Goth. In der Ortsdurchfahrt Minkwitz befindet sich derzeit eine Engstelle in der Kurve. Sichtprobleme verschärfen hier die Situation. Ein Ausbau ist nicht möglich, da dort Häuser stehen. „In diesem Bereich wird deshalb die S 36 westlich der Ortslage hinter die Bebauung verlegt“, so Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert. Insgesamt wird die Straße im 6,1 Kilometer langen Bauabschnitt auf etwa 2,2 Kilometern neu trassiert.

Für Minkwitz ist ebenfalls ein Bürgersteig geplant, den Radfahrer mit nutzen dürfen. Am Ausbau der S 36 ist die Stadt Leisnig finanziell mit rund 53 400 Euro beteiligt. Dieses Geld werde neben dem Bau des Fußweges für die Errichtung von Bushaltestellen im Bereich Minkwitz sowie für die Beleuchtung eingesetzt, so Tobias Goth.

Seit Ostern ist die Staatsstraße zwischen dem Kreuz Hartha und Leisnig für den Verkehr voll gesperrt. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr lässt sie für 9,1 Millionen Euro sanieren. Erst im nächsten Jahr sollen die Bauarbeiten beendet sein. Bis dahin müssen die Kraftfahrer einen langen Umweg in Kauf nehmen. Die offizielle Umleitung führt von Hartha aus entlang der Bundesstraße 175, über die B 169 und die Staatsstraße 34 nach Leisnig. Autos und Laster legen dann eine Wegstrecke von 30 statt der zehn Kilometer langen Direktverbindung zurück.