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Zweikampf um den Chefsessel im Coswiger Rathaus

Im Juni wählen die Coswiger ihren neuen Oberbürgermeister. Dabei kommt es zum Duell der Parteilosen.

Von Philipp Siebert

Es wird ein Zweikampf: Seit gestern steht fest, dass sich zwei Kandidaten um das Oberbürgermeisteramt in Coswig bewerben. Bereits vor dem Jahreswechsel hatte der amtierende Rathauschef Frank Neupold angekündigt, erneut anzutreten. Als erste Partei haben sich nun die Coswiger Grünen aus der Deckung getraut und einen Kandidaten benannt. Für die Partei hat der Brockwitzer Dirk Landrock jetzt seinen Hut in den Ring geworfen. Wie Neupold besitzt aber auch er kein Parteibuch.

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Hat seit dem Jahr 2008 das Sagen im Coswiger Rathaus: Frank Neupold. Bei der Oberbürgermeisterwahl im Juni tritt er erneut an. Angst vor einem Herausforderer hat der 60-Jährige nicht. „Gegenkandidaten sind etwas ganz Normales“, sagt er. Foto: Norbert Mill
Hat seit dem Jahr 2008 das Sagen im Coswiger Rathaus: Frank Neupold. Bei der Oberbürgermeisterwahl im Juni tritt er erneut an. Angst vor einem Herausforderer hat der 60-Jährige nicht. „Gegenkandidaten sind etwas ganz Normales“, sagt er. Foto: Norbert Mill © Norbert Millauer

„Es zeichnete sich ja in Coswig schon ab, dass wahrscheinlich nur der Amtsinhaber am 7. Juni zur Wahl stehen wird. So haben wir uns schon vor Monaten darauf verständigt, dass wir unbedingt für eine tatsächliche demokratische Wahl sorgen wollen“, sagt Coswigs Grünen-Chef Innocent Töpper. Mit der Kandidatur des Brockwitzers solle verhindert werden, dass es eine Oberbürgermeisterwahl gibt, die eigentlich keine ist.

Der 50-jährige Mann aus Brockwitz ist politisch jedoch noch ein unbeschriebenes Blatt. Zwar trat der gebürtige Dresdner, der seit 1997 in einem Haus an der Niederseite wohnt, bereits zur Kommunalwahl im letzten Jahr für die Grünen an. Aber ohne Erfolg. Doch Landrock, der derzeit als Bautechniker in einem großen Industriebetrieb in der Nähe von Riesa angestellt ist, lässt sich davon nicht entmutigen. Dank seiner Tätigkeit verfügt er über Erfahrungen im Führen und Organisieren. Und er ist vergleichsweise jung und stünde damit für mehrere Amtszeiten bereit.

Für ihren Amtsanwärter wollen die Grünen nun Unterstützer im Stadtrat finden. Ein Wahlprogramm gebe es bisher nicht, sagt Landrock. „Dafür ist die Entscheidung noch zu frisch.“ Bei den Mitgliedern der SPD hat sich der Brockwitzer dennoch bereits Anfang dieser Woche vorgestellt. Heute Abend ist er beim Stammtisch der Piratenpartei im Alten Museum zu Gast. Und auch bei der Partei Die Linke will er noch für sich werben. „In den kommenden Wochen werden wir mit anderen Parteien abstimmen, inwiefern unser Kandidat auch überparteiliche Unterstützung erfährt“, stellt Grünen-Chef Töpper klar.

Amtsinhaber Neupold sieht der Kandidatur von Dirk Landrock derweil gelassen entgegen. „Natürlich will ich die Wahl gewinnen“, sagt er auf Nachfrage der SZ. Mit diesem Ziel sei er bereits vor sieben Jahren angetreten. Bei der Abstimmung 2008 konnte er sich gegen drei Kandidaten durchsetzen – mit 55 Prozent der Stimmen sogar deutlich. „Jetzt ist es nicht anders. Gegenkandidaten sind etwas ganz Normales.“

Ob aus dem Zweikampf um den Chefsessel im Rathaus doch noch ein Dreikampf wird, ist derzeit unklar. Kandidaten können ihre Bewerbung bis 11. Mai im Rathaus einreichen.