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Zweiter Test für Busverbindung in Ferien

Ist keine Schule, fährt kein Bus. Die Alternative, ein Rufaxi, wurde bisher nicht genutzt. Nun gibt es einen letzten Versuch.

Von Heike Sabel

In den Schulferien ist Meusegast vom Busverkehr nach Dohna abgeschnitten. Immer wieder beklagen vor allem ältere Einwohner gegenüber Ortsvorsteher Jürgen Griesbach, dann überhaupt nicht mehr in die für sie zuständige Stadtverwaltung oder nach Heidenau zu kommen. Der Fakt und die Klagen sind nicht neu.

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Schon vor einem Jahr bot Bürgermeister Ralf Müller (CDU) in den Winter- und Osterferien ein Taxi als Ersatz an. Resonanz: null. Für Müller hatte es sich damit erledigt. Und Griesbach war enttäuscht von den Meusegastern und wollte eigentlich auch nichts mehr davon wissen.

Nun haben sich wieder einige ältere Einwohner an ihn gewandt. Griesbach spricht von acht Betroffenen. Also setzte er sich doch noch einmal für sie ein. Diesmal ging er gleich zur stellvertretenden Landrätin Kati Hille. Die gab die Aufgabe zur Prüfung einer entsprechenden Busverbindung an die Oberelbische Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz weiter. Geschäftsführer Uwe Thiele reagiert gegenüber der Sächsischen Zeitung umgehend.

In den Sommer- und Herbstferien wird es jeweils Dienstag früh eine Fahrt nach Dohna und gegebenenfalls weiter bis nach Heidenau geben, am Mittag bzw. Nachmittag dann zurück, kündigt er an. Die konkreten Zeiten werden jetzt mit den Fahrplanmachern ermittelt. Gefahren wird die Strecke mit einem normalen großen Linienbus, der eine bestehende Runde um Meusegast erweitert. Dieses Angebot bereits für die Osterferien zu organisieren, dafür sei die Anfrage zu kurzfristig gekommen. „Die Kosten für die Linienerweiterung bezahlen wir“, sagt Thiele.

Hemmschwelle geringer als bei Taxi

Nach den Herbstferien wird entschieden, wie es weitergeht. In erster Linie ist das natürlich von der Zahl der Mitfahrenden abhängig.

Thiele ist hin- und hergerissen. Auf der einen Seite ist der Bus unkomplizierter zu nutzen als ein Taxi. Bei dem Taxi-Angebot der Stadt Dohna musste man vorher anrufen. „Das ist nach unseren Erfahrungen eine große Hemmschwelle, weshalb sich Ruftaxis nicht wirklich durchsetzen.“

Auf der anderen Seite sei die Meusegaster Busverbindung außerhalb der Schulferien vor Jahren ja deshalb eingestellt worden, weil sie eben so gut wie nicht genutzt wurde. Die Verbindung von und nach Pirna ist gefragter und wird deshalb auch in den Ferien mehrmals täglich gefahren.

Ortsvorsteher Jürgen Griesbach ist nun gespannt. Er weiß, jetzt hängt es von den Meusegastern ab. Eine dritte Chance werde ihnen wohl sicher nicht angeboten. Das wird er den Leuten jetzt auch noch deutlicher sagen.