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Dresden

Zwingerhof wird saniert

Nächstes Jahr sollen umfangreiche Arbeiten auf den Wegen beginnen. Was dabei geschehen soll.

Viele Besucher kommen in den Zwinger. Deshalb ist es dringend nötig, die Wege zu erneuern.
Viele Besucher kommen in den Zwinger. Deshalb ist es dringend nötig, die Wege zu erneuern. © Sven Ellger

Bis zu fünf Millionen Besucher gehen jährlich durch den Zwinger, schauen sich die prachtvollen Barockbauten an und besuchen die Ausstellungen. Doch das hinterlässt seine Spuren. Zwar wurde in den vergangenen Jahren kräftig investiert. So hat der Freistaat seit 1991 rund 176 Millionen Euro für Restaurierungsarbeiten ausgegeben. Allein für den Ausbau der Sempergalerie wurden seit 2013 knapp 50 Millionen investiert. Am 28. Februar sollen die Gemäldegalerie Alte Meister und die Skulpturensammlung feierlich übergeben werden und am folgenden Tag für die Besucher öffnen. Zudem werden bis September dieses Jahres die Bogengalerie L und der Französische Pavillon für die neue Ausstellung über den Zwinger ausgebaut.

Herausgestellt hat sich aber, dass die rötliche Schotterdecke im Hof nicht optimal ist, erklärt Ulf Nickol, Leiter der zuständigen Dresdner Niederlassung des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). 

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Der marode Belag soll durch eine besser wasserdurchlässige gelbe Schicht ersetzt werden. Dieser Kiessand soll so eine Körnung haben, dass er sich gut verdichten kann, sodass Regenwasser gut ablaufen kann und es auch bei starkem Begängnis nicht staubt, nennt Nickol den wesentlichen Vorteil.

Die Gemäldegalerie Alte Meister und die Skulpturensammlung bis 1800 wird im frisch sanierten Semperbau wird derzeit neu eingerichtet. 
Die Gemäldegalerie Alte Meister und die Skulpturensammlung bis 1800 wird im frisch sanierten Semperbau wird derzeit neu eingerichtet.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Zudem sind die asphaltierten Hauptwege zwischen Kronentor und Sempergalerie sowie Glockenspiel- und Wallpavillon dem Besucheransturm nicht gewachsen und stark verschlissen. Deshalb ist geplant, dass diese Hauptwege einen stabilen Sandsteinbelag bekommen. Dabei soll der harte Postaer Sandstein aus der Sächsischen Schweiz eingesetzt werden, der für seine Qualität bekannt ist. Er wird derzeit beispielsweise bei der Sanierung der Augustusbrücke genutzt, die auch aus diesem traditionsreichen Material besteht.

Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2021 beginnen. Saniert wird jeweils ein Viertel des Zwingerhofs, sodass die Bauleute mindestens zwei Jahre benötigen, bis alles geschafft ist. Im Zuge der Erneuerung des Belages sollen auch Wasser- und Stromleitungen im Hof gewechselt werden. Für alle Arbeiten will der SIB rund zehn Millionen Euro investieren.

Die Hofsanierung kann nicht früher beginnen, da erst die Räume für die Zwinger-Ausstellung in der Bogengalerie L und dem Französischen Pavillon fertig sein müssen. Diese Arbeiten sollen bis September geschafft sein. Ende November soll die Ausstellung „Zwinger Xperience“ öffnen.

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