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Poetenschlacht ohne Sieger

Beim Poetry-Slam des Lessing-Gymnasiums lesen Schüler Texte zwischen Leichtigkeit und Erdenschwere.

© André Braun

Von Jens Hoyer

Döbeln. Viel mehr Leute haben nicht mehr hineingepasst ins Prinz Albert Inn. Der Pub an der Bahnhofstraße war Austragungsort der ersten Poeten-Schlacht des Lessing-Gymnasiums. Poetry-Slam, wie es im Englischen heißt, ist eine ziemlich populäre Art, selbst geschriebene Literatur unters Volk zu bringen. Das Lessing-Gymnasium hat zum ersten Mal zum Poetry-Slam-Abend eingeladen. „Einige Schüler sind auf mich zugekommen, weil sie Texte geschrieben haben“, sagte Deutschlehrer Tommy Greim. Zusammen mit den Schülern der Gruppe „Schule ohne Rassismus“ hat er den Abend organisiert. Der Chef des Prinz-Albert Inn stellte dafür sein Lokal zur Verfügung. Und die Schulband füllte die Zeiträume zwischen den Texten mit Musik.

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Eigentlich wird beim Poetry-Slam vom Publikum ein Sieger gewählt. Das war diesmal nicht so. „Ich bin einfach froh über jeden Schüler, der den Mut hat, sich da hinzustellen und einen Text vorzutragen. Es wäre schön, wenn sich das als Tradition etabliert“, sagte Greim. Auch zwei Schüler der sogenannten DAZ-Klasse (Deutsch als Zweitsprache) hatten diesen Mut. Anas etwa kommt aus Syrien und ist in die 6a integriert. Er experimentierte mit der Sprache, die er gerade lernt, und erzählte von seinen Vorlieben. Es gehe nichts über Schachfreuden in Damaskus. „Ich wünsche, du wünschst, wir wünschen. Wenn wir unsere Wünsche bekommen, sind wir glücklich.“

Elias aus der 9a erzählte die Geschichte vom stotternden Eduard. Laura aus der 11a schrieb ein düsteres Gedicht über den Zustand der Welt mit Gewalt und Kriegen. Anja aus der 11a philosophierte darüber, dass es total normal ist, anders zu sein. „Hör auf, dich zu verbiegen, nicht jeder muss dich lieben.“ Und Cornelius machte sich auf leichte Art Gedanken über das „Rudeltier“ Mensch und seine Verhaltensweisen.

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