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Pokal, Pause, Prämien

Die Volleyballerinnen des DSC machen zwei Tage frei. Sogar der Ministerpräsident muss warten.

© Robert Michael

Von Alexander Hiller

Das muss man erst einmal sacken lassen. An zwei trainingsfreien Tagen dürfen die Volleyballerinnen des Dresdner SC ihren Triumph im deutschen Pokalfinale auskosten. Zeit als Pokalprämie. Für die Bekannten und Verwandten der Spielerinnen und auch für sie selbst ist das sicher viel wert. Schließlich waren sie in den letzten zwei, drei Wochen fast pausenlos unterwegs, in der Trainingshalle oder auf dem Spielfeld. Auch der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hält sich an die Pause, verschiebt den für Dienstag vorgesehenen offiziellen Empfang der Pokalsiegerinnen kurzerhand um eine Woche.

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Saison für DSC Damen frühzeitig beendet

Es sollte die Wende nach dem missglückten Start in die Play-offs 2018/2019 sein. 

Jetzt kommt die angenehme Komponente des fünften Pokalerfolgs der Vereinsgeschichte. Dazu gehört das eine oder andere Tröpfchen nichtalkoholischer Getränke. Auch Frauen wissen zu feiern, aber alles im Rahmen. Es warten ja weitere Aufgaben. Die Sonntagabendparty mit einigen Sponsoren fällt in einem Mannheimer Restaurant beschaulich aus. Man kennt sich, unterhält sich, stößt hin und wieder miteinander an. Einige Spielerinnen behalten die extra angefertigten goldenen Krönchen mit der Aufschrift „Pokalsiegerinnen“ bis zum Schluss auf. Dann verabschiedet sich das Team und kommt mit dem Bus gegen 6 Uhr am Montagmorgen in Dresden an.

Danach geht jede der Pokalheldinnen die Nachbereitung auf ihre Weise an, möglicherweise auch bei einer Shopping-Tour. Wobei die Mannschaft von der Antrittsprämie für das Pokalfinale in Höhe von 5 000 Euro zunächst einmal nichts hat. 500 Euro spendete der Verein bereits im Januar für die Behandlung der an Eierstockkrebs erkrankten Jennifer Keddy vom Finalgegner Wiesbaden. „Der Rest der Prämie fließt in die Vereinskasse. Aber wir haben mit den Spielerinnen diverse individuelle Vereinbarungen, die wir erfüllen werden“, sagt DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann.

Heißt im Klartext: Jede Spielerin ließ sich in ihrem Vertrag Erfolgsprämien für solche Fälle festschreiben, die sind je nach Verhandlungsgeschick und Leistungsanteil mal höher, mal niedriger.

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