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Keine Selfies mit entlaufenen Rindern

Die Ausreißer sorgten tagelang in der polnischen Stadt Bogatynia für Furore. Sie sollen einem tschechischen Viehzüchter aus der Ortschaft Visnova gehören.

Symbolbild
Symbolbild © SZ-Archiv / Ronald Bonß

Seit Tagen hält eine Herde von zehn Rindern, die mutmaßlich aus Tschechien nach Polen entlaufen ist, die Bewohner der polnischen Stadt Bogatynia im Dreiländereck auf Trab.

Wie das Onlineportal "bogatynia" meldete, sollen die Tiere einem tschechischen Viehzüchter aus der Ortschaft Visnova (Weigsdorf) gehören, der jedoch offenbar keine Anstalten mache, die Herde wieder in den heimischen Stall zurückzuholen. Momentan seien die Tiere, die sich nahe der Ortsumfahrung Bogatynias und des Friedhofs aufhalten, eine Gefahr für Autofahrer.

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Das Gemeindeamt Visnova, die Stadt Frydlant sowie das Kriseninterventionszentrum des Bezirks Liberec seien über den Vorfall verständigt worden, hieß es aus der Verwaltung von Stadt und Gemeinde Bogatynia. Ein polnischer Bauer versuche momentan im Auftrag des tschechischen Besitzers, die Tiere sicher wieder einzufangen. Er kümmere sich außerdem darum, die Tiere an einem abgesicherten Platz zu füttern.

Die Bogatyniaer sollten sich den Tieren im eigenen Interesse lieber nicht nähern. Da die Rinder solange in freier Wildbahn waren, seien sie verwildert und scheu, sie könnten zur Gefahr werden und erschreckt auf die Fahrbahn rennen und dort den Verkehr gefährden. Deswegen lautet der Rat an die Bevölkerung, lieber keine Selfies mit den Tieren zu schießen. Bereits mehrfach hatte die herrenlose Herde nach ihrem illegalen Grenzübertritt in der polnischen Presse und in den sozialen Medien die Gemüter erhitzt.

Nun habe die Rückführungsaktion begonnen. Unter großem Aufwand hoffe man nun, die Ausreißer wieder in ihre heimatlichen Stallungen zurückbringen zu können.

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