merken
PLUS Zittau

Ende der Schleichfahrten nach vielen Jahren in Sicht

Die polnische Bahn repariert im August ihren Abschnitt der Strecke Dresden-Oberland-Zittau-Liberec. Das Grundproblem ist damit noch nicht gelöst.

Der Trilex fährt auf dem Neißeviadukt von Zittau nach Polen und von dort weiter ins tschechische Liberec.
Der Trilex fährt auf dem Neißeviadukt von Zittau nach Polen und von dort weiter ins tschechische Liberec. © Matthias Weber/photoweber.de

Der polnische Abschnitt der Zugverbindung Dresden-Oberland-Zittau-Liberec wird vom 9. bis 24. August wegen Reparaturarbeiten gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr wird eingerichtet, teilte der Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien auf SZ-Anfrage mit.

Der polnische Streckenbetreiber will seinen maroden Abschnitt so ertüchtigen, dass Züge wieder mit bis zu 100 Kilometer pro Stunde darauf rollen können. Seit Jahren fahren sie stellenweise Schritttempo. Proteste und Forderungen von Tschechen und Deutschen hatten bisher keine Reaktionen auf polnischer Seite bewirkt.

Küchenzentrum Dresden
Küchen-Profis aus Leidenschaft
Küchen-Profis aus Leidenschaft

Das Team des Küchenzentrums Dresden vereint Kompetenz, Erfahrung und Dienstleistung – und punktet mit besonderen Highlights.

Der grundhafte Ausbau des polnischen Abschnitts lässt aber weiter auf sich warten. Seit mehr als einem Jahrzehnt verhandeln Polen, Tschechien und Deutschland über einen entsprechenden Staatsvertrag. Tschechen und Deutsche haben angeboten, den Ausbau zu übernehmen und zu finanzieren. Der "Staatsvertrag ist notwendig, um grenzüberschreitend Investitionen auf dem jeweils anderem Staatsgebiet zu ermöglichen", teilte das Bundesverkehrsministerium auf SZ-Anfrage mit. "Der Staatsvertrag soll daneben auch Regelungen zum Betrieb des in Polen liegenden Abschnitts beinhalten." Die drei Staaten seien an einer praktikablen und rechtssicheren Lösung interessiert und arbeiteten derzeit intensiv auf den zeitnahen Abschluss des Staatsvertrages hin.

Anfang des Jahres war das Ministerium noch guter Hoffnung, dass er in diesem Jahr unterschrieben wird. "Zunächst sind einmalige gründliche Reparaturen und im Folgenden regelmäßige jährliche Instandhaltungsarbeiten ausreichend, um die Geschwindigkeit der Züge wieder zu erhöhen", so eine Sprecherin des Ministeriums mit Verweis auf Absprachen der Partner und eine erneute Prüfung der Strecke durch Experten.

Mehr zum Thema Zittau